sich die im Kriegsdienste stehende Mannschaft für den Mangelan Sold von den Habseligkeiten und Besitzungen der eingebor-nen Bürger entschädigt; Zama steuerte dem verderblichen Un-fugs dadurch, daß er einen Theil von den Einkünften der Kalifenzu ordentlicher Besoldung der Kriegsmacht bestimmte. Azam be-schränkte den unter mancherley Benennungen bisher erpreßtenTribut für die mit Gewalt bezwungenen Insassen auf dieeinzige Abgabe des fünften, für die, welche sich ohne Gegen-wehr ergeben hatten, auf den zehnten Theil ihrer Einkünfte.Zur Ausmittelung derselben bereiste er selbst jedes eroberte Ge-bieth und erforschte dessen Fruchtbarkeit, die Vortheile seinerLage an Flüssen oder Seeküsten, den Werth seiner Erzeug-nisse, seinen wirklichen und noch möglichen Ertrag. Okba ließsogar seinen Vorfahrer Abdulmelek in Ketten schlagen, weiler die Gerechtigkeit verkauft und der grausamsten Erpressungensich schuldig gemacht hatte. Die von dem Tyrannen eingesetztenBefehlshaber und Oberrichter der Städte schaffte er weg, ver-wies Räuber und Verbrecher des Landes und verwaltete unbe-stechlich, dem Moslem wie dem Spanier, jedem nach seineneigenen Gesetzen, das Recht.
Die nach Spanien gesandten Statthalter brachten immerein zahlreiches Gefolge aus den altern östlichen Provinzen desarabischen Reiches mit; Unzählige aus diesen trieb die Aussichtauf Glück und Reichkhümer dahin, mit ihnen wurden die neuerbauten Pflanzstädte größten TheilS bevölkert und die ausverschiedenen Geschlechtern und Stämmen bestehenden Heer-scharen ergänzt. Die Legion des Kalifen von Damasko hatteihren Standort in Cordova, die Haufen aus Emesa in Se-villa, die Horden von Kinisrin in Jaen, die Scharen aus Pa-lästina in Algeziras und Medina Sidonia. Den Ankömmlin-gen aus Deinen und Persien wurden um Toledo herum undim Innern des Landes Wohnplätze angewiesen, und zehn tau-send Reitern aus Syrien und Irak, aus den reinsten und edel-sten Stämmen der Araber, die fruchtbaren Gefilde Granada'seingeräumt.