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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Blick ins Universum.

Von Engel.

Nicht die Gränzen unserer Sinne sind auch die Gränzendes Weltalls, obgleich aus undenklichen Fernen ein Heer vonSonnen zu uns herüber schimmert. Noch viele tausende leuchten,unserem Blicke unbemerkbar, im endlosen Äther, und jede Sonne,wie jede sie umkreisende Erde, ist mit empfindenden Wesen, istmit denkenden Seelen bevölkert. Wo nur Bahnen möglichwaren, da rollen Weltkörper und wo nur Wesen sich glücklichsühlen konnten, da wallen Wesen. Nicht eine Spanne bliebin der ganzen Unermeßlichkeit des Unendlichen, wo der spar-same Schöpfer nicht Leben hinschuf, oder dienstbaren Stoff fürdas Leben; und durch diese ganze zahllose Mannigfaltigkeit vonWesen hindurch herrscht, bis zum kleinsten Atom herab, un-verbrüchliche Ordnung. Ewige Gesetze stimmen Alles von Him-mel zu Himmel, und von Sonne zu Sonne, und von Erde zuErde in entzückende Harmonie. Unergründlich ist für den un-sterblichen Weisen in die Ewigkeit aller Ewigkeiten der Stoffder Betrachtung, und unerschöpflich der Quell seiner Selig-keiten.

Zwar diese Seligkeiten faßt ein Geist nicht, der noch ge-fesselt an einen trägen Gefährten, in seiner Arbeit nicht weiterkann, als der Gefährte mit ausdauert und sich schon zum Staubezurück gerissen fühlt, wenn er kaum anfing, sich zu erheben.Er kann sie nicht fassen nach ihrer ganzen göttlichen Fülle,aber er kennt sie nach ihrer Natur, ihrem Wesen.

Denn welche Freude schafft nicht schon in diesem irdischenLeben die Weisheit! Welche Wonne fühlt nicht, schon indiesen sterblichen Gliedern, ein Geist, wenn es nun anfängt,in der ungewissen Dämmerung seiner Begriffe zu tagen, undsich immer weiter und weiter der holde Schimmer verbreitet,bis endlich das volle Licht der Erkenntnis) aufgehl, das dem ent-zückten Auge Gegenden zeigt voll unendlicher Schönheit!

Erinnere dich, der du in die Geheimnisse Gottes zu schauen,Philosoph. Abtheil. VI. Band. B b