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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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sophische Geist, der dazu vielleicht bey Personen eines gewissenTemperaments Anlaß geben konnte, zugleich das Heilmittel.Sie lehrt den Menschen, daß er nicht aus allen Quellen desVergnügens, welche er entdeckt hat, schöpfen müsse. Sie be-fiehlt ihm, daß, nachdem er das ganze Universum als dengroßen Gegenstand des menschlichen Wissens hat kennen, undan allem, was ist, da ist und was geschieht, einigen Ancheil haknehmen lernen, er nun freylich sein Studium auf einen kleinenLheil dieses Gebiethes, als das ihm zum Anbaue übergebendeFeld, einschränken müsse. Wenn die Philosophie auch nicht alleunsere Zweifel, in Absicht der wichtigsten Angelegenheiten un-ser- Daseyns, auflöset: so trägt sie doch gewiß dadurch zu un-sere: Zufriedenheit bey, daß sie uns das Maß unsere.-Kräftelehrt. Sie verschafft wenigstens dem Menschen- die praktischeWeisheit der Selbsterkennlniß.

Noch muß ich eines Zweiges der Literatur erwähnen, derzwar nur entweder Hülfsmiltel zu den bisher genannten Wis-senschaften darreicht, oder als ein Theil schon darunter begrif-fen ist;der doch aber auch von denselben abgesondert, denFleiß eine! Gelehrten beschäftigen kann, und in diesem Falledem Geiste desselben eine besondere Art der Bildung und beyder Erwerbang dieser Kenntnisse eigenthümliche Vergnügungengibt: ich meine der Philologie oder des Studiums der altenSprachen und der damit verbundenen Alterthumskunde.

Was die Sprachen berrifft, so sind sie eigentlich nur dieWege, auf welchen die Wissenschaften, oder die Geschichte deralten Zeice, , oder entfernter Völker zu uns gelangt. DieAlterrhumskl-nde hingegen, sie bestehe nun in Kenntniß derSchriftsteller, oder in Kenntniß der Sitten und Verfassungen,oder endlich ia Kenntniß der Kunstwerke des Alterthums, ent-hält selbst entweder Geschichte oder Wissenschaft. Indessen las-sen sich auch selbst die Sprachen, besonders die tobten und alten,so wenig ohne die auf jene Nationen, welche sie redeten, sichbeziehenden Sachkenntnisse erlernen, und die Untersuchung derAlterthümer ist hinwiederum mit Sprachforschungen so unzer-