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durch Erregung theilnehmender Empfindungen oder endlich selbstindem, welches durch das Lächerliche über Dinge verbreitetwird.
Die Harmonie und der Wohlklang, welcher aus einemregelmäßigen Versbaus und den Sylbenmaßen entsteht, hatvon jeher einen großen Theil des Vergnügens ausgemacht,welches die Meisterstücke der Dichtkunst verursacht haben. Jemehr die Wahl der Wörter und Ausdrücke durch diese Regel-mäßigkeit beschränkt wird; desto größere Bewunderung erregtein Dichter, der doch immer die eigenthümlichen zu treffen ge-wußt hat. Uberdieß prägt Kürze, mit einer bestimmten Modu-lation verbunden, die Gedanken tiefer in's Eedächtniß. Unddie Sinnlichkeit selbst nimmt bey Dichterwerken an demjenigenVergnügen Theil, welches eigentlich für Verstand und Herzbestimmt war.
Die Geschichte hingegen löset die große Aufgabe auf: anwelche Kette von Ursachen und Wirkungen die gegenwärtigeGestalt der moralischen und politischen Welt geknüpft sey; —eine Gestalt, von welcher unsere eigne Bildung abgehangenhat, und durchweiche alle unsere Geschäfte, selbst unsere Ver-gnügungen und unsere Unglücksfälle, modificirt werden. Unterden Aufschlüssen, welche uns die Geschichte hierüber gibt, isteiner, welcher das Wichtigste der eben genannten Stücke, un-sere Geistesbildung, betrifft, besonders deutlich. Sie entwickeltuns nähmlich zwey, vom Alterthume bis auf uns herab reichendeHauptfäden, an denen sich die Kenntnisse und Künste der Men-schen angereiht haben, und deren vereinigtes Ende wir an derHand halten. Der eine kommt von Palästina und der mosai-schen Gesetzgebung her, und geht durch die beyden großen Re-volutionen des eingeführten Christenthums und der Kirchenver-besserung im sechzehnten Jahrhunderte hindurch, um uns Eu-ropäern und besonders uns deutschen Protestanten, unsere reli-giösen Begriffe und alle damit zusammen hängenden Eigenhei-ten unsers Geistes und unserer gesellschaftlichen Einrichtungenzuzuführen. Der andere, welcher uns unsere wissenschaftliche