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dieser Erkenntniß gemäß zu wolle»/ eine Richtung des Wollenszum Friedlichseyn, zum Hiilfeleisten/ zum Wohlthun; eine Span-nung aller Kräfte, mit einer beständigen Rücksicht auf den Vortheilanderer Dinge außer uns; eine Freude über denBeycrag, denman ihnen leistet; ein Eifer, ihn richtig abzutragen; eine Klug-heit, ihn gehörig und verhältnißmäßig auszutheilen; kurz, dasWohlwollen. Es ist nicht nothig, daß die Kenntnisse, welche dasWohlwollen erzeugen, beständig zu einem gleichen Grade derDeutlichkeit erhalten werden. Wenn es nur erst vorhanden ist, somögen die Kenntnisse, auf welche es sich gründet, hernach dieschimmernden Farben der Klarheit annehmen. Es kann sich, alsFolge des Nachdenkens, eine solche Gemüthsartbeckuns sestsetzen,wodurch ein freundschaftlicher Trieb gegen alle MÄischen immer inuns rege bleibt. — Das Wohlwollen kommt selten bis zu einer ge-wissen Heftigkeit; man findet niemahls an demselben das Hastigeeines aufgebrachten Menschen, sondern nur das Angespannte undNervigte eines gesunden Mannes, und sein Gang ist nicht über-eilt, sondern gesetzt und regelmäßig. Seine Größe hängt vonmehreren Stücken zugleich ab: von der Menge der Menschen,welche es umfasset; von den Gütern, die es ihnen zu verschaf-fen sucht; von der Neigung, womit dieß geschieht.
Lob der Wissenschaften.
Von Garve.
Die Untersuchung über die Glückseligkeit ist ein uraltesThema der Philosophie. Aber es ist ein Thema, welches mitjedem Geschlechts der Menschen und mit jedem einzelnenMenschen immer wieder neu wird, weil jeder, mit dem Ver-langen nach Glückseligkeit, so wie alle seine Vorfahren gebo-ren, auch von neuem darnach zu forschen genöthigt ist, wasGlückseligkeit sey und was glückselig mache.
So geht es auch mit der Untersuchung über den Werthder Wissenschaften, die zur menschlichen Glückseligkeit so vielbeytragen. Jedes Zeitalter hat ein neues Lob für sie bereit,weil jedes neue Menschen aufsiellt, die in dem Anbaur derscl-