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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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wiederhohlt. ?llle Künstler der Nation und jedes Kunstfachesfordert die Akademie zu dem ehrenvollen Wettstreite auf. Zuden ersten Ausstellungen werden / wenn auch seit Jahren ver-fertigte, Werke ausgenommen, für die folgenden nur jene derdrey verflossenen Jahre. Wir wollen unsere jetzigen Kräfte, denPunct, von welchem wir ausgehen, kennen lernen, um unsereFortschritte richtiger berechnen zu können.«

Welche Vortheile die Kunst in Frankreich und Englandaus zweckmäßigen, großgedachten Einrichtungen zog, lehrt dieErfahrung. Österreich soll mit seinen Künstlern, mit seinenMäcenaten, mit dem warmen Gefühle seiner Völker für allesGute und Schöne, dem Auslande nicht nachstehen. Die Vor-bilder anderer Staaten zu erreichen, darf bey uns nur dasVerborgene an das Licht befördert, das Unbekannte bekannt,schlummernde Anlage zur Thätigkeit geweckt werden. Die Na-tion wird über eigene, ihr unbewußte Schatze staunen; derImpuls zu künstlerischer Thätigkeit wird nicht umsonst gegebenwerden; wenige Decennien werden hinreichend seyn, meineHoffnungen zu rechtfertigen.

Dieses, meine Herren, sind Aussichten, welche sich aufdie verbesserten und erweiterten Einrichtungen unserer Akade-mie als Kunstschule gründen. Aber auch als Kunstge-sellsc^aft mußte sie Schwung und Ausdehnung erhalten.

Nichts ist weltbürgerlicher als die Wissenschaft und dieKunst. Die reine Verwandtschaft des Geistes, erhaben überjede materielle Bedingung, erstreckt sich durch Jahrhunderte;ihre Bande unterbricht keine Entfernung, schwächt und löst keinEreigniß der Zeit. Die Akademie zählt bereits unter ihren Eh-ren- und Kunst-Milgliedern die Erlauchtesten der Nation;Heil dem Reiche, in welchem jedes Gute und Erhabene durchdas ehrwürdige Beyspiel des Regenten, durch jenes seines gan-zen glorreichen Stammes befördert wird! Nur berühren kann»ch die anspruchlose Unterstützung, welche in allen Theilen derMonarchie die Wissenschaften und die Künste täglich durch dieGlieder des allerdurchlauchtigsten Hauses erhalten. Dem großen