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erhielten den ihr von den Vorgängern gegebenen Schwung;wenige Jahre lohnten ihre und einiger thätigen MitarbeiterBemühungen.
Wir nähern uns nun einer in so vielen Hinsichten unver-geßlichen Epoche. Maria Theresia verherrlichte den österreichi-schen Thron. Ein Mann von hohem Geiste und reger Kraft,Fürst Kaunitz, unter dessen Protektorat bereits eine der Kunstin Erz zu schneiden gewidmete, unlängst organisirte Schulegestellt morden war, bewirkte im Jahr 1768 die Errichtungeigener Zeichnungs- und Kupferstecherschulen, welche in demsel-ben Jahre, obgleich von der Mahler- und Bildhauer - Akademieunabhängig, von der Monarchin» zu einer, mit eigenen Sta-tuten versehenen freyen Akademie erhoben werden. Die Ober-leitung erhielt Fürst Kaunitz; Schmutzer, dessen Verlust wirnoch in zu frischem Angedenken haben, um ihn nicht ganz zuwürdigen, wurde Director der neuen Akademie.
Die beyden Institute erhielten sich mehrere Jahre nebeneinander. Nach dem Tode des Grafen Lossy wurde das Pro-tectorat über beyde dem Grafen Kaunitz anvertraut. Demgroßen Kenner mußte der Verein aller Zweige der Kunst will-kommen seyn; er wußte, wie schwer die Fortschritte der einenohne gleichzeitige Fortschritte der andern sind. Cr wünschte dasGanze mit einem Geiste zu beleben, und nun entstand dievereinte Akademie der bildenden Künste. Die Sale füllen sichbald mit echten Modellen; reichliche Stipendien zur Unter-stützung angehender, und zur Ermunterung sich bildenderKünstler wurden gestiftet. Die Zahl der nach Italien Reisen-den wurde vermehrt; die kaiserlichen Kunstschätze wurden denKünstlern geöffnet.
So hatten in weniger als einem halben Jahrhunderte dieKünste in Österreich einen Schwung genommen, welcher dievaterländischen Institutionen an die ersten europäischen an-reihte. Kaiser Joseph II. bestieg den Thron. Er, dem dieNarional-Jndustrie so viel verdankt, überzeugte sich, daß einerher wesentlichsten Zweige im Gebiethe der Kunst noch unfrucht«