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ketten feigen. Mich wundert es nicht; ja, es würde im Gegen-kheil höchst wunderbar seyn, wenn wir Arhenäcr, die wir nichtskhun, was einem kriegführenden Volke geziemt, einen Mannbesiegten, welcher alles lhut, was ihm zukommc. Aber daswundert mich, daß ihr, das nähmliche Volk, welches mir denLakedämoniern jenen ruhmvollen Kampf für die Gerechtsameder Hellenen bestand., und die vielfältigen Vortheile, die sichihm darbothen, nicht annehmen wollte; daß ihr, MännerAthens, die ihr, um Andern zum Recht zu verhelfen, euereigenes Vermögen aufgeopfert, und euer Leben in Gefahr ge-setzt habt, jetzt in das Feld zu rücken zaudert, und zur Ret-tung eurer eigenen Besitzungen nichts aufopfern wollt; unddaß ihr also ganz Griechenland und jedes einzelne Volk insbe-sondere gerettet habt, den Verlust eurer Güter aber mit trä-ger Indolenz betrachtet. Dieß, ihr Athener, dünkt mich wun-derbar; aber auch dieses, daß niemand von euch überlegt, wielange schon dieser Krieg mir Philippos dauert, und unter wel-chen Maßregeln diese Zeit uns verstrichen ist. Ihr wißt esselbst. Jhc legtet die Hände in den Schooß, einer rechnete aufden andern, einer verklagte den andern; dann gabt ihr neuenHoffnungen Raum, und so ging, ungefähr unter denselbenBeschäftigungen, wie jetzt, die Zeit fruchtlos dahin. Und könn-tet ihr wohl so bethörr seyn, zu glauben, daß die nähmlicheHandlungsweise, die euch aus einer günstigen Lage in eine sonachteilige versetzt hat, eure jetzigen Umstände wieder verbes-sern werde? Dieß ist weder vernünftig, noch der Naturgemäß ;denn es ist zuverlässig weit leichter, das, was man hat, zuvsrlheidigen, als es zu erwerben. Nun ist es aber durch denKrieg dahin gekommen, daß wir von unfern ehemahligen Be-sitzungen nichts mehr zu vertheidigen haben; wir müssen es alsowieder erobern. Dieß ist nun jetzt euer Geschäft, wobey ihraber selbst Hand an das Werk legen müßt. Ich behaupte also,daß wir Geld aufbringen, selbst in's Feld rücken und einanderanklagen müssen, bevor wir unfern Zweck erreicht haben. Dannist es Zeit, nach den Handlungen selbst zu urtheilen; die, wel«
Philssoxh. Abtheil. Vl. Vaud. P