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Gatrinn und Kinder, und die strenge Censur, die Key ihnengalt, keinen geringen Antheil daran. — Ihre Thatigkeit warsehr einseitig. Ansangs lernten sie nur im Senate den Staatdurch Politik regieren, aus dem Formn ihre Stimme geben,aus dem Marsfelde politische Zusammenkünfte und kriegerischeÜbungen Hallen, und den Acker bebauen. Dann, als Künsteund Wissenschaften bey ihnen in Aufnahme gekommen waren,gehörte es zum guten Ton , von griechischen Lehrmeistern unter-wiesen zu werden, und Griechenland zu durchreisen. Indessenlagen Handel und Gewerbe bey ihnen darnieder; und so wiesie anfangs nach Raub ausgegangen waren, so lebten sie auchin der Folge vom Raube und Schweiße anderer Völker. Wild-heit und roher Ungestüm bezeichneten die meisten ihrer Schritte,machten sie zu äußerst rachgierigen Menschen, und ließen sie anden Fechterspielen, die ihren Hang zum Blutvergießen verstärk-ten, so großes Vergnügen finden. Ja bey aller Cultur, diesie sich in sparern Zeiten zu geben wußten, behielten sie dieWildheit der frühern Jahre bey, und so schien es, als ob derGeist des Romulus sich auf alle folgende Generationen ver-erbt harte.
Wir haben bis jetzt in den Gemählden, die wir eben ent-worfen haben, die Verschiedenheiten anschaulich zu machen ge-sucht, die zwischen dem griechischen (oder atheniensischen) unddem römischen Charakter Statt finden. Aber so verschieden bepdeerscheinen, so gibt es doch auch einige Züge, in denen sie sichgleichen, und die wir jetzt, am Schluffe dieses Aufsatzes, kürz-lich bemerken wollen.
„Beyde Völker, die Griechen und Römer, waren oft un-dankbar gegen ihre edelsten Bürger." In Griechenland mußteMiltiades, der Sieger bey Marathon, im Gefängnisse sterben.Themistokles, der zur Vertreibung der Perser, zur BefestigungAthens und überhaupt zum Flor dieses Staates, als einer See-macht, das Meiste beygetragen hatte, wurde zur Belohnungseines patriotischen Eifers verbannt, überall verfolgt und zuletztgenöchigr,^den Rest seiner Tage bey den Persern, sonst seinen