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nen Abbruch, da sie, wie schon Heeren bemerkt*), im vol-len Maße die Kunst besaßen, auch das, was sie von Frem-den annahmen, zu ihrem Eigenthum umzustämpeln, und esdadurch so gut, wie zu ihrer eigenen Erfindung zu machen.
So wenig man aber den Griechen Originalität absprechenkann, so wenig kann man ihnen auch den Vorwurf einer ein-seitigen Bildung machen. Zwar haben die Griechen in denZeiten ihres größten politischen Flors bis zur maeedonische»Herrschaft das Gebieth der schönen Künste mehr als das Feldder positiven Wissenschaften bearbeitet; aber sie haben auchdiese nicht vernachlässigt, und vorzüglich nach Alexanders Todedie Mathematik, Physik, Medici», Astronomie, Geographieund Grammatik mit vielem Glück und Eifer betrieben, dlndwelches Volk der alten Welt wäre es wohl, das in einem sohohen Grade alle Künste und Wissenschaften umfaßt, und indenselben so bedeutende Fortschritte gemacht hätte, als dieGriechen? Oder welche Disciplin wäre es, die die Griechenverabsäumt hätten? Fragt man »ach den berühmtesten Dichtern,Mahlern und Bildhauern? Die Griechen können sie aufwei-sen. — Ist die Rede von vorzüglichen Staatsmännern, Red-nern, Historiographen und Philosophen? Griechenland nenntuns seinen Perikles, Demosthenes, Herodot, Thucydides, unddie große Menge von Philosophen, die aus der sokratischenSchule hervor gingen.— Sollen die ältesten und berühmtestenMathematiker, Physiker, Mediciner, Astronomen, Geogra-phen und Grammatiker genannt werden? Die Griechen sindes, die auch hier die Bahn gebrochen, oder die schon gefun-dene mit rühmlichem Eifer verfolgt haben; und gern verweiltman bey den Nahmen eines Euklides, Aristoteles, Hippokra-tes, Eratosthenes, Strabo, Empedokles, und vieler anderenin gleicher Rücksicht bekannten Männer.
Ganz anders ist es dagegen bey den Römern. Ihre Cul-
*) Heeren, Handbuch der Geschichte der Staaten des Alter-thums.