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hauptung. Denn wo findet man kn den griechischen Mythengleich anfangs eine solche Staatseinrichtung, dergleichen, nachden römischen Traditionen, schon Romulus seinen Römern ge-geben hat? Oder wo findet man bey den Römern solche No-madenzüge , dergleichen in der Geschichte der Pelasger undHellenen erzählt werden? Sieht man ferner auf die Zeitenund Umstande, unter denen beyde Nationen zuerst in der Welt-geschichte erscheinen, so führt auch dieses auf obige Behaup-tung zurück. Die ersten Einwohner Griechenlands traten un-gefähr zweytausend Jahre vor Christi Geburt auf; zu einerZeit, wo es, so weit unsere Nachrichten reichen, noch keineneultivirten Staat in Europa gab.
Alles, was man von den frühesten Griechen weiß, gehtdarauf zurück, das; sie als Troglvditen, oder als Wilde, imrohsten Naturzustände lebten. Erst um die Zeit der Argonau-ten (um >25c> vor Ehr. Geb.) und des Zuges der sieben ver-bündeten Fürsten gegen Theben (um i325 vor Ehr. Geb.)finge» sie allmählig an, sich zu entwildern. Um die Zeit destrojanischen Krieges wird man schon einige Civilisation bey ihnengewahr, aber den Anfang ihrer großen geistigen Cultur kannman nur erst in die Zeiten der Ruhe setzen, die auf den stür-mischen Einfall der Herakliden in den Peloponnes (um n 8 ovor Ehr. Geb.) erfolgte.
Ganz anders verhielt es sich mit den Römern. Diese tra-ten erst um das Jahr 764 vor Ehr. Geb. auf, zu einer Zeit,wo schon einige Cultur in Europa verbreitet war, in einemLande, wohin schon die Griechen, Etrusker und Trojaner ausihren heimischen Wohnsitzen Civilisation gebracht hatten, alseine Colonie von Albalonga, das schon 362 Jahre vor RomsErbauung gestanden hatte. Man mag also auch noch sosehran der historischen Wahrheit ihrer früher« Geschichte zweifeln,so führen doch alle diese Data zu der Überzeugung, dafi dieGriechen in der ersten Periode ihrer politischen Existenz unge-bildeter waren, als die Römer bey ihrem ersten Erscheinen aufdem Schauplatz der Weltgeschichte. Gleichwohl haben diese nie