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Die Brüder fingen nun an, ihr großes Verstandesthorzu decon'ren; die bestürzten Mädchen nahmen sich ihres Her-ze,ispforrcheii an, und sagten:
Tochter. Aber Vater, wie können Sie doch so hart undgemein seyn? Das garstige große Thor des Verstandes, woalles durchpaffirt, Schafe und Ochsen, Vieh und Menschen;wer mag da immer im Licht stehen, sich drängen und im Kochwandeln? Unser Thürchen ist uns so nah, es ist so lieblich.Man ist durch dasselbe gleich im Garten und was zu unskommt, buckt und duckt sich, weil das Thürchen klein ist.Durch das große Verstandesrhor ist uns so viel Widriges zuge-kommen, soviel Turbulentes; hier kommt alles so sacht, soleise —
Vater. Und geht auch alles so leise heraus? Betrügteuch nicht, meine Kinder, mit euerm Herzenspförkchen; es istdas Gefährlichste, was ihr habt. Hinein gehr's lieblich; aberhernach stichr's, wie eine Schlange, und brennt, wie eine Ot-ter, oder will gar nicht wieder heraus, weil es durch einenSchlupfwinkel hinein kam. Die Obrigkeit könnt, dürft undwollt ihr nicht requirire», daß sie den Gast hinaus treibe: dennihr nahmt ihn ja selbst gern und willig, ja wider die Gesetzedurch diese Thür auf. Ihr fürchtet also Scham und Ahndung;oder wenigstens flieht ihr das offenbare Geständnis;, und sobleibt mancher Gast sitzen, nur euch zu quälen und zu rurbi-ren. Glaubt ihr, daß alle Wirkungen auf's Herz, weil siedauernd, auch deßwegen erfreulich sind? Ach, es gibt Qualenund Peinigungen des Herzens, die Mancher sich gern verwün-schen möchte.
Töchter. Ja, Vater, da peinigt der böse Verstand dasHerz; wenn man nur dessen los werden könnte!
Vater. Glaubt das nicht, meine Kinder! Die Gastepeinigen es, die darin wohnen: sie zerkratzen die innern Wändedesselben, daß Blutströme von allen Seiten herab rinnen, weilihr Appetit nicht mehr befriedigt wird und nicht mehr befrie-digt werden kann. Endlich geräch das Herz in Verzweiflung
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