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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Sie können Beraubungen so süß machen, wie Freuden, undAlles, was man für Sie thut, so reizend, als galt' es eigenemWohlseyn. Ach, ich Hab' es hundertmahl gesagt: du bist einEngel des Himmels, Julie! Bey dieser Macht über meiiiGe-müth muß deines eher himmlischen als menschlichen Wesensseyn. Wie sollt' ich dir nicht ewig angehören, da dein Reichvom Himmel stammt? Und was hüls' es, aufzuhören Dich zulieben, wenn mau Dich stets anbethen muß?

ist. M o s e s M e nd e l s s o h n a n I o h. D a v. Mi ch a e l i §.

Berlin, den 25 . Jänner 177Z.

Überbringer dieses, Herr Caquor, ist ein französischerGelehrter, der, sich die deutsche Sprache und Literatur bekanntzu machen, die vornehmsten Orter Deutschlands besucht. Diehiesigen Gelehrten haben seinen Umgang unterhaltend und,an-genehm gefunden: ich selbst aber habe ihn nur wenig genießenkönnen, weil ich noch immer in den Umstanden bin, die we-nigsten Stunden des Tages brauchen zu können. Er tragt eingroßes Verlangen, Ewr. Bekanntschaft zu machen, und ichergreife diese Gelegenheit mit Vergnügen, Dieselben meinerbeständigen Hochachtung und Ergebenheit zu versichern, undfür die Freyheic, die ich mir nehme, um Entschuldigung zubitten. Ich wünsche Ihnen übrigens von Herzen ein beständi-ges Wohlergehen, und eine bessere Gesundheit, als ich michzu erfreuen habe, damit Sie noch viele Jahre die Anstren-gung aushalten mögen, mit welcher Sie schon eine geraumeZeit arbeiten.

Ich bi» mit der aufrichtigsten Hochachtung

Moses Mendelssohn.

i5. Bern stör ff an Michaelis.

Kopenhagen, den 5 . May 1767.

Wenn sehr viele Hindernisse mich bisher abgehalten ha-ben, auf Ewr. vielgeschätzreS Schreiben zu antworten, so willich wenigstens doch nicht länger verschieben, Ewr. zu ver-Philosoph. Abtheil. VI. Band' E