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Achtung steigen, da verlieren der Tugendhafte und die Tugendan Achtung.
Wir müssen die Überzeugung haben, dass alles Unglück,was den Gerechten trifft, sey es Armuth, Krankheit oder einanderes scheinbares Übel, doch am Ende, sey es nun hier oderdort, zu seinem wahren Wohl führe; denn die Gottheit sorgtgewiß für den, der sich der Tugend und Gerechtigkeit aus allenKräften befleißiget, und sich bestrebt, ihr, so viel die mensch-liche Schwachheit erlaubt, ähnlich zu werden, mit vorzüglicherLiebe.
Die Tugend ist frey; sie schließt sich desto zärtlicher anden, der sie ehrt, und flieht desto weiter von ihrem Verächter.Den Wählenden trifft die Schuld. Gott ist unschuldig.
Aristoteles *).
Die Glückseligkeit, selbst die Ausübung der Tugend, brauchteinige äußere Hülfsmittel und Unterstützung: aber sie brauchtderen um so weniger, je vortrefflicher die eigene Natur desMenschen beschaffen, und desto mehr, je schlechter diese ist.
Drey Sachen sind es, welche zur Bildung des tugendhaf-ten Mannes sich vereinigen müssen: Natur, Gewohnheit undVernunft.
Das Sprichwort sagt: Sclaven haben nie Muße. Men-schen aber, die nicht Herz genug haben, Gefahren Trotz zubiethen, sind immer Sclaven derer, welche sie anfallen.
Die Spiele der Kinder müssen so viel als möglich Nach-ahmungen dessen seyn, was sie in Zukunft mit Ernst treibensollen.
Ergetzungen sind wie Arzeneyen nur da anzubringen, wodas Übel, welches dadurch geheilt werden soll, vorhanden ist.Die unmäßige Anstrengung der Leibes- und Seelcnkräfte ist dasÜbel; das sinnliche Vergnügen, welches in dem Spiel und ähn-lichen Zeitvertreiben liegt, spannet diese Kräfte wieder ab,und stellt den natürlichen Zustand wieder her.—
*) Übersetzt von Tarve.