422 Erfolglose Versuche zur Neubelebung der Schule.
furt a. 0. gemacht, wo er im Wintersemester 1598 in die Matrikelaufgenommen wurde. Als er am 3. Nov. 1609 Eva, die nach-gelassene Tochter des Finanzgenies und ehemaligen Vogtes S. Kul-hase und Enkelin dos Mag. Z. Bart heimführte 1 ), dachten auchFrankfurter Freunde seiner mit Epithalamien, so der Doktor heiderRechte und Professor M. Polenius, Mag. Ch. Th. Schosserus a Fried-helm, „Marchicus, ciuis Romanus, reipublicae Regiomontanae phy-sicus designatus", S. Schwartzbach aus Liegnitz und seine SchülerF. von Manschwitz, Erbherr in Armeruh, B.von Festenberg-Packisch,Erbherr in Lensersdorf, S. Namsler, V. Preibisch und J. Seiler,diese letzten drei aus Bunzlau.
Wir schließen sogleich noch die Dii minorum gentium derSchule an. Außer dem Kantor G. Vechner und dem KatechetenCh. Wenzel ist dann noch M. Weismann aus Goldberg zn nennen,der schon hochbejahrt und noch ein Schüler Trozendorfs gewesensein muß, denn er ist doch wohl der im Sommersemestcr 1545 inFrankfurt und am 15. Okt. 1550 in Wittenberg Intitulierte. Erstarb auch schon im J. 1607 und wurde durch Ch. Hentschel ausJauer ersetzt, der am 10. April 1614 in Liegnitz die Ordinationals Pastor zu Merzdorf im Bunzlauer Weichbild empfing. Einakademisches Studium ist bei ihm nicht nachzuweisen, wenn ernicht etwa im Wintersemester 1572 in Frankfurt als „ChristophorusHeintzschel Soraviensis" oder am 22. Mai 1588 in Wittenberg als„Christophorus Heintschelius Boleslaviensis" eingeschrieben ist.
D. Vechner, auf den wir nun endlich zurückkommen, schwangsich 1605 zu einer Vorarbeit für sein lebenskräftigstes Werk, die„Hellenolexia", auf. Er gab einen „Prodromus" 2 ) für die grie-chischen Idiotismen in der lateinischen Sprache zum Druck, einesehr fleißige Arbeit, die 1606 in die Öffentlichkeit hinausging. AlsMänner, die sie zu würdigen verstanden, suchte er den Breslauergelehrten Arzt und Patrizier D. Rindfleisch oder Bucretius und denDr. phil. et med. und gekrönten Dichter C. Cunradus für die Dedi-kation aus.
Am 14. Nov. 1605 folgte die Herzogin Anna Maria ihrem Ge-mahl Joachim Friedrich in die Ewigkeit. Vechner hielt ihr am
') Evytjfiüu yafuxai In honorem Nuptiarum .. . Dn. Martini Feig» «"'quentiae In 111. Gymn. Aurimont. Prof. Quas Ad d. 3. Novembr. 16'09 cele-braturus est Cum . . . Virgine Eva ... Dn. S. Kulhasii . . . relicta filia ScriptaeAb Amicis. Francofurti Typis Voltzianis. 4°.
») Vechner, D., Idiotismorum Graecorum in Latina lingua Prodromus■ • ■ Lignicii Typis N. Sartorii. 160G.