;(| g Einsetzen des Niedergang« der Schule.
princeps, ut ista puritas doctrinae sine corruptelis, ut Doi boneficiotempore clarissimi domini Trocendorffij et Thabornij piae et sanetaememoriae in liac schola proposita et propagata est, iuuontuti inposterum hie quoque sincera et incorrupta inculcetur et sie pro-pagetur."
Er will auch, daß in diese Schule jene alte und mit Rechtgelobte Disziplin zurückgerufen werde, die einst dawar, als jenevorgenannten hochberühmten Männer lebten und diese! Schuleregierten. Er befiehlt also, in die Fußtapfen jener zu treten. Vorallem aber verlangt er, daß die Übungen in der Sprache, sowohlschriftlich als auch mündlich, von den Kollegen beobachtet und dieSchüler darin geübt werden sollen. Arnold widmete den Druckseiner Rede S. von Stang, und Mag. S. Grunaeus schmückte ihn miteinem empfehlenden Epigramm.
Ob das Vorgehen Friedrichs IV. und die Erklärung seinerWülensmeinung in der Schule von Folgen für die Schuh; be-gleitet war. werden wir erst später zu hören bekommen. Für dieKirche in Goldberg traten solche Folgen eher oder sofort ein, sieäußerten sich in nicht enden wollenden Schimpfereien von derKanzel gegen die Calvinisten, und diese führten zur Erhitzung derGemüter der weniger gebildeten Gemeindeglieder auch gegen die,die nur ein wenig nach Philippismus schmeckten. 1 ) Der Rufer imStreit oder, wie G. Vechner sich ausdrückt, der stürmische undaufrührerische Pfaffe war der Fastor zu St. Marien K. Poppius ausIfaynau, der seit 1590 in Goldberg amtierte. Und nicht wenigertätig in dieser Richtung war Mag. T. Seiler aus Löwenberg, derihn 1598 als Pastor ablöste. Auf dem "VVogc von der Kanzel durchdie Bürgerschaft erreichte dann der Kampf gegen den Calvinismusauch die Schule, die zudem von dem Pastor als ihrem Inspektorabhängig war. Daß der Pastor und der Rat, in der Person desBürgermeisters, noch immer die Inspektion über die Schule hatten,geht so nebenbei auch aus der Rede Arnolds hervor. Sic warendie Ortsschulinspektoren; die oberste Inspektion hatte ihren Sitein Liegnitz, und auch dort waren, wie wir noch hören werden,geistliche und weltliche Mitglieder vereint.
Die guten oder schlechten Früchte von Feiges Rektorat lassenwir aus bestimmten Gründen vorläufig auf sich beruhen, um vorherdas Kollegium einer Betrachtung zu unterziehen. Feige hat esverstanden, dieses wieder in angemessener Weise umzugestalten,
') Nach St. B.-Br., "Wenzel und den Briefen des S. Grunaeus. S. u. S. 388/9.