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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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24G Die Kpigonenzeit der fürstlichen Schule.

Commentariorum mole, neglecto fere usu, qui teste Cicerone onmiumMagistrorum praecepta superat, posita fuerit; unde porro usu venerit,ut vix plurimorum continuatione annorum praeceptiones artium semelintegre docendo discendoque percursae sint." Hierin waren Re-formen oder die Rückkehr zu Trozendorfs einfacher und klarerMethode dringend vonnöten, der von seinen treusten Schülern, wiesie vermeinten, und Nachfolgern zwar wie das Palladium der Schuleverehrt, aber sachlich immer mehr in den stillen Heiligenschreinim Hintergrund geschoben wurde. Man sah in ihm, dem Bekämpferder Schwenckfelder, unter der immer mehr theologisierenden Rich-tung an der Schule eben den ersten Vertreter der lutherischenRechtgläubigkeit in Goldberg und im Liegnitzer Gebiet, die Me-thode aber entfernte sich nach und nach ganz von ihm und machtedie pädagogischen Schwächen der Zeit mit. Das wäre das Fazitder Epigonenzeit der Schule.

10. Einsetzung einer Schulinspektion.

Am 15. April 1579 war der Rektor Thabor abgeschieden, undschon am 5. Mai suchte der Herzog Friedrich IV. der verwaistenSchule einen festen Rückhalt zu geben, indem er dem Fastor Mag.B. Wegner und dem Bürgermeister Mag. Z. Bart die Inspektionder Schule übertrug. 1 ) Diese Einrichtung, natürlich je nach denUmständen in den Ämtern mit Wechsel der Personen, blieb biszum Ende der Schule bestehen. Die Verwaltung der Schule wäh-rend der Vakanz des Rektorats blieb bei Mag. G. Helmrich undden übrigen Kollegen. 2 ) Der eigentliche Inspektor war der geist-liche Herr, und der Bürgermeister vertrat die Stadt, war aberwegen der Aufsicht über die Einkünfte städtischer Herkunft keines-wegs ohne Einfluß. Der oberste Schulinspektor war der fürstlicheSuperintendent in Liegnitz, dem Goldberg kirchlich unterstand, der,wie uns noch begegnen wird, auch ein Zensurrecht 8 ) über aus derSchule hervorgehende Schriften übte. Ihm wurden gegebenenfallsnoch fürstliche Räte zugesellt, im 17. Jh. bildete das Konsistoriumin Liegnitz die oberste Schulbehörde. Im Schöße desselben wurde1623 der Beschluß über die Aufhebung der Schola ducalis in Gold-berg gefaßt und von dem Herzog Georg Rudolf sanktioniert undzur Au sführung gebracht.

>) St. B.-Br., Bart fol. 201 b. 2 ) Ebenda fol. 201b.

3 ) Bei dem Streit des S. Grunaeus mit A. Hentschel (vgl. Register).