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Valentin Trozendorf und die Goldberger Schule
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240 Die Epigonenzeit der fürstlichen Schule.

Ein Schüler von Trozcndorf ging er im Sommersemester 1556 nachWittenberg und blieb dort ungefähr zwei Jahre. Von da ging ernach Mähren und war fast fünf Jahre Lehrer adliger Knaben aufder Burg Fulnek. Hier erreichte ihn 1564 der Ruf zum Lehrerin Goldberg. 1572 wurde er von Barbara von Biberstein, der Witwedes Herrn von Tirtschky, als Pastor in das Dorf Rosenberg inMähren berufen.

Der Kantor P. Rantzbach aus Goldberg hat sich im Winter-semester 1560 in die Frankfurter Matrikel eintragen lassen. Bis1574, wo er Pastor in Alzenau wurde 1 ), war er Kantor. 1597nennt ihn S. Grunaeus dazu nochSenior Goldbergcnsis". 2 )

Sein Nachfolger als Kantor wurde D. Günther aus Liegnitz,geboren 1545. Man findet ihn zum 11. Nov. 1572 im WittenbergerAlbum. Nach seiner Goldberger Tätigkeit wurde er Diakonus zuSt. Peter und Paul in Liegnitz und von 1592 ab als KrumbhornsNachfolger Pfarrer und Senior in Waldau 3 ), wo er 1613 starb.

Auf Günther folgte im Kantorat Johann Scholtz (Scultetus) ausSagan. Akademische Bildung scheint er nicht erhalten zu haben,sondern ein Schüler von Goldberg gewesen zu sein. Im November1578 heiratete er, schon als Kantor, die Tochter des GoldbergerBürgers G. Klemm, Maria. G. Helmrich schickte den von denFreunden J. Hainschmid, G. Tilenus, D. Quesuitius Brigensis ge-spendeten Ilochzeitsgedichton 4 ) fromme moralische Sentenzen vor-aus und ein langes Epithalamium, auf das er wiederMoralia"folgen ließ. Die alten Goldberger Schüler Hainschmid und Tilenusnennen Scholtz ihren alten Freund oder Sodalen. Das Ganze schloßHelmrich mitPrecationes". Scholtz ist in drei Rektoraten Kantorgewesen.

Der noch zu erwähnende Sukzentor, d.h. Gehilfe des Kantors,M. Ashelm ist für uns ein unbeschriebenes Blatt.

Der Katechet A. Blümel aus Sagan, den 1554 nach dem BrandeTrozcndorf dem in Goldberg zurückbleibenden Z. Bart für denUnterricht der gleichfalls in Goldberg bleibenden Knaben als Kate-chet zugesellt hatte, hat noch unter Paxmann und Thabor alsKatechet gedient, bis er im Oktober 1565 in Wittenberg zumPastor in Röchlitz ordiniert wurde 5 ), wohin er von dem Hauptmann

') Bhrhardt4, S. 514.

2 ) »St. B.-Br., Rhediger, Brief des Simon Grunaeus vom 17. Okt. l^ 97 -....

a ) Valentin Hedwiger, Leichpredigt für M.Simon Grunaeus 1628. Bl.Gmj-

*) S. o. S. 228, Anm. 2.

*) Buch wald 2, S. 51, N.531.