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3 (1857)
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594
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satzes. Wie mannigfaltig jede derselben komponirt sein mag, sotrennen sie sich doch mit Hülfe der Modulation und des Inhaltsganz unzweideutig. Was im Haupttone steht und von diesem aus-geht, gleichviel ob es ein Satz ist oder mehrere, mit einem odermehr Gängen, das bildet die Hauptpartie. Mit der Tonart der Do-minante oder Parallele (oder auch einer statt ihrer gewählten frem-dem) tritt die Partie des Seitensatzes ein, die schon durch denAbschluss der Hauptpartie in der Sonatine (S. 205), oder durch dieentscheidende Modulation in der Sonatenform (S. 223), noch mehraber durch ihren ganz neuen Inhalt von dem Vorangehenden durch-aus geschieden ist.

Anders finden wir es oft in ältern Sonaten, namentlich nochbei Haydn, der nach C. P. E. Bach so viel für die Fortbildungder Sonatenform gethan hat.

Hier wird nämlich die Partie des Hauptsatzes fest abgeschlossenund dann in der Tonart des Seitensatzes nochmals an den Haupt-satz erinnert, ehe der Seitensatz eintritt.

Als erstes Beispiel diene die geistreiche, in übermüthiger Launeaufsprühende Sonate aus JSs, die erste im ersten Hefte der gesam-melten Werke*). Der Kern des Hauptsatzes

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Allegro.

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H-o

wird mit neuen, mehr gaugartig benutzten Motiven bis zur Einlei-tung eines Ganzschlusses fortgeführt, worauf er im folgenden (neun-ten) Takte wiederkehrt

285

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mit einer neuen Fortführung, die uns, ganz im Einklang mit un-serm Modulationsgesetz über die Dominante der Dominante (jFdur, im dreizehnten Takte) nach der letztem bringt. Allein hier (in.ßdur, im siebzehnten Takte) kehrt, der Kern des Hauptsatzes wie-der und wird in abermals neuer Weise (obwohl der vorherigenähnlich anknüpfend) fortgeführt,

*) In der ßreilkopf- Härtelschen Ausgabe (No. 1 der Ein-elausgabe).