-- 517
sondert, doch aber nicht eigentlich selbständig behandelt (der Schlussin der Uuterdominante zeigt, dass es nicht ein wesentlich geltensollender Satz ist), sondern nur als Schlusssatz des ersten Abschnit-tes zu betrachten.
Nach einem einleitenden Takt ergreift das Orchester in dersel-ben Tonart dieses Thema (oder diese Figur) —
und führt damit eine freie Figuration gegen den Solo-Sopran aus,der den dritten Textsatz in kirchlicher Intonation vorträgt und inGmoll schliesst. Eine neue Figuration von Chor und Orchesterbringt das exaudi , während der Chordiskant zu denselben Wortendie Melodie des Te decet hymnus wiederholt. —
m
498
W-
(li,
m
Ex - au - di,
jN N> i. , -1
■ 9 - / -
Eife
-l-
ex - au - di,
!' b IS
m
y " Ä w
r ✓ y
ex - au - di o
9 - 9 —
Ex-an - di, ex - au - di,
di, ex -
So ist derselbe, cantus firmus zweimal gegen versehiedne Figu-rationen vorgetragen und damit der zweite Hauptabschnitt des Gan-zen in B dur — mit einem Schluss in Gmoll befriedigend abgeschlos-sen worden.
Hier wendet sich das Orchester mit dem ersten Motiv der vor-herigen Figuration (No, 497) in den Hauplton zurück. Das Fugen-thema (No. 495) erscheint wieder im Basse , jenes Figuraisätzehen(No. 497) giebt zu den Worten dona eis ( 'Domine) einen Gegensatzfür den Alt; der Tenor beantwortet das erste, der Diskant dazweite Subjekt. Nochmals bringt (in der Unterdominante) der Altdas erste und dagegen der Tenor das zweite, dann der Diskant (inder Parallele, Fdur) das erste und der Bass das andre Subjekt.Das lux perpetua kehrt (ähnlich) wieder und bringt einen Halb-schluss auf der Oberdominante. Damit bricht die eigentliche Motet-tenform ab; zu ihrer Besiegelung, zum vollen Abschluss des ganzenSatzes folgt nun die bei No. 477 angeführte, breit und in feierlicherPracht entfaltete Doppelfuge.