zweiten Satzes in E sohliesst. So bildet sich gleichsam ein ersterTheil eines figuralen Liedsatzes.
Jetzt tritt ohne Weiteres und wieder im Haupttone das ersteGlied des zweiten Abschnittes im Alt auf, —
wird vom Tenor in der Unterdominante wiederholt; und nun into-niren, wieder im Haupttone, Tenor und Bass das letzte Glied,und die Oberstimmen setzen das vorige entgegen.
Hiermit ist der Text ausgesprochen und der ganze Inhalt derMusik festgesetzt. Allein wir erfahren hier, was wir schon früherbei der Figuration gewahr werden mussten: nicht in dem einen oderin mehrere Motiven liegt die Kraft dieser Form, sondern in ihremSpiel und dem Gewebe der Stimmen, des Ganzen, das aus ihnen ent-steht. So ist das zweite und dritte Motiv Händel’s unbedeutend,das erste und vierte wenigstens nicht von solcher Bedeutung, dasssie für sich befriedigen könnten. Alles das konnte nach dem Text-inhalt nicht wohl anders sein. Aber nicht in diesen Einzelheiten,sondern in ihrer Verwebung will sich Händel’s Kraft entfalten.Wieder intonirt der Diskant auf e das vierte Motiv, die andernStimmen spielen mit dem dritten dagegen, dann intonirt Tenor undBass auf h, und so bildet sich ein Schluss auf diesem Tone. Unter Vor-tritt des Orchesters kehrt jetzt der erste Satz (die Melodie im Basse)im vollen Chor in H wieder, — der dritte spielt nach, — der Diskantintonirt auf der Quinte des neuen Tons das „Jebovah“ und der Altsetzt den ersten Gedanken entgegen. In solcher Weise, höchst frei,spielt sich der Chor mit seinen vier Sätzen über E nach A zurückund zu Ende, überall regsam und anregend — und ist eben damit diedurchaus angemessene, weissagende Einleitung des grossen Werks.
Aehnliche Gestaltung zeigt dasselbe Werk zu dem Texte:
Denn es ist uns eiu Kind geboren, und ein Sohn ist uns gegeben,welches Herrschaft ist auf seiner Schulter; und sein Name wirdheissen : Wunderbar, Herrlichkeit, der starke Held, der EwigkeitenVater, der Friedefiirst.
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Alles Fleisch mil ein - an-der wird se - hen.
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Dass Je - ho - vahs
Mund ge - re - det hat.