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Ein Text, der zwei unvereinbare Gedanken aussprieht,wird fiiglich nicht anders behandelt werden können, als so, dassinan jeden Gedanken abgesondert vorträgt.
Ein Text, der zwei zusammengehörende, einanderergänzende Gedanken in sich fasst, bedingt— vorausgesetzt,dass dieselben Fugenform fodern oder doch zulassen — die Form derDoppelfuge*).]
Ein Text endlich, der drei solche Gedanken in sich fasst,bedingt die Form der Tripel fuge.
So würden z. B. diese Texte (Ps. 30, 2, Ps. 38, 2) —
Ich preise dich, Herr, denn du hast mich erhöhet — und lassestmeine Feinde sich nicht Uber mich freuen.
Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn, — und züchtige mich nichtin deinem Grimm!
wohl in der Form der Doppelfuge (die beiden Subjekte sind durchGedankenstriche abgegränzt) ihre rechte Fassung finden. Es ist ein-leuchtend , dass in jedem derselben die beiden Sätze zusammenge-hören, gleichwohl — schon der Länge des Ganzen wegen, dann be-sonders wegen des nahverwandlen, aber doch eine Unterscheidungfodernden Sinnes — nicht in Einen Satz, in ein einziges Thema
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so dass statt der Doppel- eine Tripelfuge (übrigens nach Erfodern des Momentsin gedrängtester Fassung) entsteht, wie oben statt der einfachen eine Doppelfuge.
Auch das MozartV-he Christe eleison (No. 475 und 476) hat zwei nichtunwesentlich verschiedne Gestalten, wiewohl die zweite aus der ersten hervor-geht, — wie im vorstehenden Falle das dritte Subjekt aus dem zweiten.
*) Doppelfugeulexie finden sich unter andern Psalm 68, 35 und 95, % —3.