dieses, bald jenes Wort (z. B. der Tenor das „bereit“ und „meinGeist“) hervor und geht mit den andern frei und reich und schönbewegt zu Ende; die Figuraistimmen bilden einen Nachsatz zumcantus firrnus und schliessen später, worauf denn das Instrumentalezur folgenden Strophe weiter führt.
Hier ist ein hervorlrelendes und bedeutsames Motiv durchdie Stimmen gegangen. Demungeachtet wird Niemand es für dieHauptsache, für mehr als den ersten Anstoss erachten können; nochweniger ein zweites Motiv (b .), das sich beiläufig hergiebl. DerGesang der Stimmen im Ganzen , wie er dem Sinn des Lieds undeinzelnen Wortes nachtrachtet, ist hier die Hauptsache. Daher lässtgleich die zweite Strophe alles Vorangegangne fallen und spricht blosihr Wort mit Macht aus, —
iva - ehe, fleh’ und l>e - - te,
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worauf denn (schon mit dem vorletzten Takte) das Instrumentalewieder in seiner Weise (No. 443) auftritt. Ist schon hier der las-sende Anruf „Wache!“, das bewegliche „fleh’ und bete“, beson-ders das zweite „fleh’“ in Tenor und Bass ein lautes Zeugnissfür die Intention, die hier herrscht; so muss man dieselbe Zeile inder Wiederholung betrachten, —
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wie dieselbe Anlage sich dem abweichenden Sinn des neuen Textesbequemt, wie beidemal jede Stimme in göttlicher Unbesorgtheit umdas Leibliche, um einen augenblicklichen Widerklang, sich nur demGeistigen, dem Sinn und Gefühl des Worts hingiebt.
Die folgenden zwei kurzen Strophen werden vom Chor nur ein-