Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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Zehnteln artikulirenden Partien seinen Vollklang nicht entwickelnkönnen; ja, sollte er eine schnellere Bewegung, etwa die des Alle-gro moderato , annehmen, so würde Stimmklang und Klarheit derRede gleichmässig beeinträchtigt werden. Händel hat vor denmeisten Komponisten so häufig fast überall die grossartigste undmachtvollste Behandlung des Chors bethätigt, dass diese Bemerkungunmöglich der ihm gebührenden Ehrfurcht zu nahe tritt; ohnedemwar es in jener Stelle der Text und überhaupt die Auffassung sei-nes Stoffes, der ihn zu solcher Behandlung nöthigte.

So viel von den drei Vermögen, über die der Komponist zu ge-bieten hat. Dass er jedes nur nach dem Sinn seiner jedesmaligenAufgabe in Thätigkeit setze, versteht sich. Gelingt ihm aber, kei-nes unbenutzt zu lassen, einem durch das andre einen hebendenGegensatz und eine Stütze zu gewähren: dann erst kann er sichvon seinem Chor die vollste Wirkung versprechen; die singendeStimme leiht ihren Schmelz der artikulirenden, die ausschallendeStimme bindet und ergänzt die bewegtern.

Wenden wir uns nun zu der Komposition.