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gen und Theile.ii geprüft werden, — und zwar vom Text aus —ohne Scheu vor dem Namen des Meisters, den wir nicht höher ehrenkönnen, als wenn wir die letzte Wohlthat, die er uns darhietet, —Aufklärung und Lehre, — dankbar und achtsam von ihm anneh-men, damit er, damit das, was in ihm das Wahrhafte und Ewigeist, durch uns weiter fortwirke.
Zur Anknüpfung dieses Studiums diene zuerst ein kleines Rezi-tativ aus Händel’s 31 essias. —
Es Ava * reu Hir-ten da - selbst auf dein Fel-de, die
liii - le - len ili - re Heerden. des Nachts.
Der Text (Lukas 2, 8) ist, abgesehn von dem was weiterfolgt, eine eben so schlichte, ruhige Erzählung, wie die in No. 401behandelte, ja noch kürzer und darum leichter zu fassen. Dahernimmt die Komposition last denselben Gang: der erzählende Auf-schritl ans der unbestimmten Quinte des Akkords zur Tonika, dieSenkung in den Raum des neueu Akkords bei dem Schlussfall desersten und zweiten Textabschnittes, das Ganze kürzer und darumnoch ruhiger, enger zusammengehalten. Nur der orgelpunktartigeBass findet aus dem Text selber nicht, sondern aus dem Nachkom-menden seine Erklärung.
Und siehe, der Engel des Herrn trat zu ihnen —heisst es im Folgenden; und so bleibt die Modulation des erstenRezitativs au ihren Grundion gefesselt, gespannt bis zu jenemFortschritte stehen.
Das zweite Studium wendet sich an ein Rezitativ aus Gluek’sIphigenia in Aulis*). Die hochsinnige, fürstlich vornehme Klytem-nästra ist mit der Tochter im Lager der Griechen angelangt, ver-meintlich zur Vermählung der Tochter mit dem glänzendsten Hel-den, Achilles, sie selber die stolze Gemahlin des Heerführers, demganz Griechenland mit allen seinen Königen sich beugt. Jetzt istsie und die Tochter von den Festliedern und Tänzen der huldigen-
*) Wir «erden unsre Gluck’sclien Beispiele ausschliesslich aus dieser Operentlehnen, die sich zwar auF der Bühne nicht in gleicher Gunst hat erhalten kön-nen (aus Gründen, die hier nicht hergehüren), wie die andre Iphigenia, Armideund Alceste, die aber in Hinsicht auf Wahrheit und Tiefe der Diklion, Karak-terentwickelung und innern mannigfaltigsten Reichthum als das höchste WerkG 1 u c k’s und als wichtigster Gegenstand für das Studium erscheint.