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der und fliessender, die unmotivirte Steigerung von No. 401 bei derNebenbemerkung ,,im Lande Kanaan“ vermieden, dagegen ein and-res Wort, „Leviten“, eben so unbefugt hervorgehoben; man hätteeher so —
404
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im - ter den Le - vi - ten und re-de-ten mit ih-nen im Lande
na - an, und spra-cKen:
(oder dis im Basse.)
setzen können, wäre aber dabei auf neue Wendungen der Modula-tion geführt worden.
Mit der fliessenden Bewegung in No. 403 war auch erhöhteBewegung in der Modulation angeregt. Daher schreitet der ersteSextakkord nicht auf dem nächstliegenden Weg in den tonischenDreiklang, sondern in dessen Sextakkord, der sich bei „redeten“zu einem Quintsextakkord (c-e-g und b ) erweitert und in die Un-terdominante, dann mittels eines Trugschlusses in deren Paralleleführt, durch beides eine ernstere, vielleicht trübere Fortsetzung derRede andeutend. In No. 404 macht sich an derselben Stelle durchdie Andeutung von ^moll und dann durch die Wendung nach derOberdominante zuerst unsichre, bedenklichere, dann aufgeklärtereStimmung fühlbar; erst die Folge des Textes würde entscheiden,ob eine dieser Wendungen hier motivirt wäre.
Dergleichen Wendungen der Harmonie in das Fernere stattNächstliegende sind dem Rezitativ bei der Armulh seiner musikali-schen Mittel oft nötbige Hülfen. — Die weitere Prüfung, nament-lich auch der bei No. 403 mit Buchstaben angedeuteten Aenderun-gen bleibe Jedem überlassen. Wir finden einige Schlussbemerkun-geu wichtiger.
Erstens. Hier sind nun zwei Kompositionen desselben Tex-tes gegeben ; sollte nicht schon daraus folgen, dass eine oder garbeide falsch oder unzulänglich wären? Doch nicht. Je unbestimm-ter und gleichgültiger ein Text, desto weniger fodert er oder machter nur möglich eine bestimmte, innerlich nothwendige Ausdrucks-weise. Je tiefer eine Wahrheit, desto bestimmter muss nolhwendigihr Ausdruck sein, je oberflächlicher, allgemeiner, vielumfassenderund vieldeutiger ein Gedanke, desto freiem Spielraum findet derAusdruck, der sich bald dieser, bald jener Seite des Gedankens an-schliessen kann, ohne falsch genannt zu werden.
Zweitens. Der Jünger verschmähe doch ja nicht, sich an-fangs recht anhaltend mit ruhigen, ja gleichgültigen Texten zu be-