Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
302
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nach obliegt, ist: auf die Tonart des Hauptsatzes durch deren An-gabe vorzubereiten; das Tiefere: auf den Sinn , in die Stimmungdesselben einzudringen, oder dieselbe durch den Kontrast, da-durch , dass zuvor eine entgegengesetzte oder doch verschiedne an-geregt wird, im Voraus zu erhöhn, zu schärfen.

Nach diesen Andeutungen über die Bestimmung des einleiten-den Tonsatzes ergeben sich die Formen, in denen er auftritt,sehr leicht.

Als unterste Form der Einleitung ist der vorspielartigeEintritt unmittelbar im Ton und Tempo des Hauptsatzesanzusehn. Eine solche haben wir schon Th. II, No. Hl bis 33kennen gelernt; die einleitenden Takte sind nichts , als ein fastmelodieloses, nur akkordisches Vorspiel, ohne nähere Beziehung aufden nachfolgenden Liedsalz. Ob dieser geringe und leicht fasslicheSatz einer vorbereitenden Einleitung bedurft hätte oder nicht, dasist uns hier gleichgültig; genug, die Einleitung ist da und führtwenigstens in Tonart und Taktmaass ein.

Aehnliche Einführungen haben wir bei Beethovens SonatenOp. 7 und 106 gefunden. In der erstem (No. 353) tritt der eigent-liche Hauptsatz erst mit dem vierten Takle (bei b.) ein; die vorher-gehenden vier Takte (</.) gehören zu diesem Salze nicht, sind auchharmonisch und melodisch zu wenig entwickelt (sie haben nur einenAkkord, also nicht die kleinste Bewegung oder Gegenstellung voneinem Akkorde zum andern), als dass sie als Salz gelten könnten.Sie sind bloss Einleitung in Ton und Bewegung des Hauptsatzes.Dasselbe gilt von den vier ersten Takten der B- Sonate, No. 340;sie sind, wenn auch bedeutender als die erstem, doch wesentlichnichts Andres. Beide Einleitungen werden übrigens, wie wir schonwissen, im Verlaufe des Hauptsatzes mehrfach benutzt. Auchdas Finale der B e e t h o ve nschen FmoII-Sonate (Op. 57) wird inähnlicher Weise, wenngleich umständlicher, eingeleitet. Das vor-hergehende Andante in Desdur macht einen Trugschluss auf demverminderten Septimenakkorde von Finoll. Dieser Akkord wird zwei-mal, mit Halten verlängert, angegeben, -dann hiermit tritt dasFinale Allegro ma non troppo ein rhylhmisirt wiederholt ( a .),

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und nun folgt ein ganz .neues Gangmotiv ( b .), das, in der tiefemOktave wiederholt, gangartig weiter auf die Dominante, abermalsweiter auf die Tonika des Haupttons und damit in den Hauptsatz desFinale führt, in dem es als Gegenstimme fortwirkt.