Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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291
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der sich an dasselbe Motiv lehnt und einen zweiten Schlusssatz inruhigen Halbschlägen nach sich zieht. Und nochmals bildet sich ausdemselben Motiv ein Satz, der zum Anfang zurück- und in denzweiten Theil hineinführt.

Jn der Gdur-Sonate Op. 2 ist der erste Salz (No. 299) zu sin-nig und dabei zu fest die Tonart aussprechend, der zweite, der sichzum Gang ausbildet (No. 334), zu frisch und fest abermals im Haupt-ton hingestellt, der Schluss dieser Partie endlich ebenfalls so scharfund fest auf der Dominante des Haupltons gebildet, als dass nicht,wenn der Seitensatz nun sogleich auf derselben Dominante, dem all-gemeinen Gesetz nach wieder in Dur aufträte, das Ganze eine auFrivolität gränzende Munterkeit und Helligkeit annähme, wovonder besondre Inhalt der Hauptpartie, namentlich der keck hineinge-worfne zweite Satz vorzüglich Ursach wäre. Solche Wendungsagt aber dem Komponisten nicht zu; er führt lieber seinen Sei-tensatz in Gmoll (statt Gdur) ein und wiederholt ihn inßi noll. Allein so sinnig diese Wendung und Gegenstellung gegendie kurz angebundne Hauptpartie: so entlegen, abgeirrt vom eigent-lichen Pfad erscheint sie doch in modulatorischer Hinsicht. Folglichmuss sich jener erste Seilensatz, gleichsam als wär er nicht derrechte gewesen, von seinem G- und Gmoll nach ^moll (Hauptpar-allele) wenden und eine kurze Satzkette über Gmoll zu einemfesten Schluss in Gdur führen. Nun erst erscheint, gleichsam alswär er erst der rechte, ein neuer, ruhig und sicher in Gdur ausge-führter zweiter Seitensatz. Allein mit alle dem ist die Hauptpartieweit zurückgestellt. Da tritt, eben so keck wie das erste Mal,jenes frische Motiv (No. 334) zu einem Gang auf und macht sichnach dem, ähnlich dem ersten Gedanken (No. 299) abbrechendenSchlusssätze nochmals als letzten Schluss geltend.

Hier handelte es sich darum, einer Einseitigkeit auszuweichen,die auf dem geraden Wege von der Hauptpartie zu dem regelmäs-sigen Standpunkte des Seilensatzes hervorgetreten wäre; dann vondieser Aus- oder Abweichung wieder einzulenken. In der No. 302angeführten Sonate ist, wie dort schon bemerkt, gar keine Modu-lation in die Dominante (viel weniger über die zweite Dominante,van F über G nach G) erfolgt, sondern nach einem kurz gefasstenSchluss auf der Dominante von ^fmoll der Seitensatz

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eingetreten, also nicht bloss ohne den vorbereitenden modulatorischenNachdruck, sondern in unverkennbarer Aehnlicbkeit mit dem ersten

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