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mächtig vordringend; daher eben erschien die Sonatinenform für ihnals die genügende und geeignetste. Jetzt nehmen wir an, es seiGrund vorhanden, einen zweiten und dritten Theil zu bilden,also die Sonatenform zu benutzen. Da der Inhalt des Ganzen undnamentlich der Schluss nicht besonders vordrängend ist, so kannnur ein lebhafter Interesse für irgend eine Hauplparlie w r eiter füh-ren. Dies kann aber im gegebnen Falle nur
der Hauptsatz
sein; denn der Schlusssatz (das Letzte, das uns beschäftigt hat) istbeschränkt und so eben wiederholt dagewesen; der Seitensalz istebenfalls kurz zuvor gehört worden und besteht aus einer vier-oder fünfmaligen Wiederholung seines ersten Abschnittes.
Aber in welchem Tone soll der Hauptsatz auftreten? — Nichtin dem schon genugsam besetzten Z/dur, nicht in dessen Dominante^dur (weil wir sonst einförmig von einer Dominante zur andern, —■G, D, A, — gingen), und noch weniger im Haupltone Gdur,der dem letzten Theil Vorbehalten werden muss.
Die bequemste Anknüpfung wär’, abgesehn von dem eben be-zeichneten Gegengrunde, unstreitig Gdur. Denn da der Hauptsatzmit der Quinte anhebt, so wäre sein Eintritt durch den Schlusstondes ersten Theils ohne Weiteres motivirt. Da nun Gdur unzulässigist, so würde sich die Aufstellung des Hauptsatzes in Gmoll —
Schluss v. Th. 1
in formeller Hinsicht am leichtesten machen. Allein diese Wendungscheint für die Stimmung des ersten Theils zu ernst und trüb, zu-mal da wir von Gmoll aus kaum den weitern Hinahschritt nachCmoll (D, G, C) umgehn könnten.
Wir ziehn daher Z/moll, als Parallele der letzten Tonart(Zldur) vor. — Hätten wir Ursach’, auch diesen Ton zu meiden,so würde sich zunächst Z?dur (Parallele des Haupttons im Mollge-schlecht) darbieten, zu dem der Schlusston des ersten Theils, alsTerz der neuen tonischen Harmonie, ebensowohl Vermittelungbietet, als zu Z/moll. Letzteres ist jedoch näher verwandt, und.Bdur mit seinen nächsten Umgebungen ( F , Z?sdur, Cmoll) istebenfalls für die Stimmung unsers ersten Theils zu wenig hell*).
Allein für Z/moll (wie auch für J5dur) dient der Schlusstonnicht zu so bequemer Anknüpfung, wie oben für Gdur oder moll.Folglich werden wir — zu einer Aenderung am Hauptsatze gedrängt.Er trete nunmehr so ein: —
*) Vergl. fiir jetzt die allgem. Musiklehre, 6. Aufl., S. 331.
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