Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
Seite
108
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weiter geführt, zwischen Ober- und Unterstimme wechselnd u. s. w.),lind so geschickt und reich oder der Stimmung des Hauptsatzes an-gemessen, wie man nur vermag, fortführt: so wird man sogleichzu der klaren Anschauung kommen, dass das gesang- und liedmäs-sige Wesen des Hauptsatzes im Gang untergeht, und der letztere,um sich nur von jenem zu unterscheiden, zu einer Masse von Be-wegung getrieben wird, die der ursprünglichen Stimmung des Gan-zen schwerlich gemäss sein kann. Vergleicht man den jetzigenHauptsatz mit dem für die erste Rondoform benutzten, so erkenntman, wie der alte nicht wohl etwas Andres, als einen Gang, derjetzige lieber einen Satz nach sich ziehen kann.

In welchem Tone wird unser zweiter oder Seiteusatz stehn? Der Regel nach, wenn nicht besondre Gründe weiter führen, ineinem näcbstverwandten; also in der Ober- oder Unterdominanle,oder Parallele. Allein die beiden ersten Modulationen lehnen wirsogleich ab; unser ohnehin weicher Satz würde zu trüb, wenn wirMoll auf Moll (Th. I, S. 215) setzen wollten. Auch die Parallele(^sdur) genügt nicht; sie ist im ersten und zweiten Theile desHauptsatzes scharf berührt worden, wird also in der Wiederholungwiederkehren und kann nicht mitten inne die Hauptstelle einnehmen,ohne da oder doch später zu ermatten. Wir wollen die Tonika (F)als Mediante des neuen Tons feslhalten, kommen also nach Desdur,in die Unterdominante der Parallele.

Nun ist noch die rechte Anknüpfung zu suchen. Wir könntenden Hauptsatz (No. 94) fest abschliessen und den neuen Satz ohneWeiteres eintreten lassen. Ä

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Seilensalz.

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11. s. \v.

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Allein wenn auch der Seitensatz noch so anziehend erfundenwäre, so würde ihm doch die allzngrosse Aehnlichkeit mit demHauptsatze nachtheilig. Auch die zu grosse Nähe, der unmittelbareEintritt würde, wenn nicht ein ganz abweichender Satz folgte, un-günstig wirken.

Oder wir könnten einen Gang, eine Passage einflechlen, dieden Uebergang von einem Ton und Satze zum andern vermittelte.Auch dies man stelle sich eine Anknüpfung, wie die von No. 95vor wäre nur ein äusserliches, mehr zerstreuende^ als einendesWesen.

Wir ziehen vor, aus Motiven und in der Weise des Haupt-satzes den Uebergang zu bahnen.