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3 (1857)
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vertauschen; einen Ton, der bedeutungvoll und mächtig treffensoll, werden wir mit einer oder mehr Oktaven verstärken,ja oftmals da, wo auf andern Instrumenten ein einzelner Ton aus-reicht, durch vollgriffige Akkorde treffen, oder auch einenTon, der lange gehalten werden soll, durch wiederholten Anschlag

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Allegro di molto e con brio.

gleichsam fortsetzen.

Zweitens werden wir Melodien, die gesangvoll in ih-ren Tönen innig verbunden erklingen sollen, nicht in die höhernTonlagen, sondern mehr in die miltlern (kleine, ein- und zweige-strichne Oktave) setzen, weil die Schalldauer in den höhern Regio-nen mit der Länge der Saiten zugleich abnimmt**). Ist aber diehöhere Melodielage unvermeidlich, so werden wir durch einfachereund zarter gehaltne, auch nicht zu nahe gerückte Begleitung dasHervortreten jener kurzen und feinem Töne begünstigen.

*) Das erstere Beispiel ist aus Beethovens Sonate Qj>. 28, das andreaus dessen Sonate pathelique. Beide ßassfiguren (die in diesen und andernSülzen sehr lange beibehalten werden) sind der Klaviermusik unentbehrlich«freilich aber bei ihrer Allbekanntheit und leichten Ausführbarkeit oft miss-bräuchlich und am Unrechten Orte angewendet, dann wieder wegen des Miss-brauchs eine Zeit lang (unter dem Namen Tro m m e l b ä s s e) verrufen gewesen.Uns wird am rechten Orte jede Form ewig recht und gut erscheinen.

**) Die Schalldauer der tiefem Saiten wird, bei aufgehobnem Pedal, durchMiterklingen der verwandten höhern Saiten (Oklave u. s. w.) verstärkt, wasebenfalls bei den böbern Saiten wegfällt. Daher habeu die tiefem Saiten beiaufbörender Dämpfung anscheinend reinem Klang und mehr Resonanz, weilihnen der Mitklang ohne weitere mechanische Zutbat zunächst.

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