15
i
Endlich liegt ein wichtiger Unterschied für Lehre wie für Kom-position — und zwar sowohl für Inslrumenlalsatz, als für Vokal-satz — darin, oh sämmtliche, oder doch die Hauptstimmen, oder einigeStimmen von Einzelnen als Solosängern und Solospielern , oder obsie von mehrern zu einer einzigen Stimme vereinten Personen vor-sretraeen werden sollen. Hiernach zerfällt der Inslrumenlalsatz
e) in den Orchestersatz (mit vielfacher Besetzung alleroder der Hauptpartien),
/ /) in den Solosatz (mit einfacher Besetzung aller oderder Hauptpartien);desgleichen zerfällt der Vokalsatz
g) in Chor kom p osi tio n (mit vielfacher Besetzung allerStimmen),
h) in Solokoni posilion, und
i) in Verbindung von Solo- und Chorgesa n g.
9. JLehrordnuiig.
-) Allein so wohlbegründet und übersichtlich diese Eintheilung des
, Lehrstoffs ist, so kann doch der Lehrgang sich ihr nicht an-
schliessen. Eines Theils kann nicht die Vokalmusik für sich alleinin allen Formen durchgearbeitet werden, weil viele dieser FormenBegleitung fodern, also schon Kenntniss und Uebung des Inslrumen-talsatzes voraussetzen. Andern Theils fodern wieder die höhern| Aufgaben des lustrumenlalsatzes so ausgebreitete und tiefe Bildung,I haben übrigens nach Inhalt und Form so mancherlei Beziehungen1 zur Vokalmusik und so mancherlei Entlehnungen aus ihr, dass mannicht hoffen darf, durch einseitige Beschäftigung mit-dem Instrumen-tale zu ihnen vollkommen reif geworden zu sein. Endlich ist auch. für den Sinn des Jüngers Wechsel in der Beschäftigung jetzt er-
) frischend und wünschenswert!], wie erlaubt; seinem jedesmaligen ßil-
1 dungsstand’ aber allmähliches Auferbauen beider Seiten zuträglicher,
1 als wollte mau ihn in dem Einen auf die Höhe geleiten und dann
I O
im Andern wieder auf Anfangsgriinde zurück nöthigen.
Daher erscheint Theilung und Mischung der Hauptpartien wohl-geralhen und folgender Gang vorzuziehn.
Die Lehre beginnt mit dem
I. Satz für selbständige Instrumente,
, lässt sich aber dabei vorerst nur auf das Klavier ein. Die Orgelfindet eine für den Gang des Studiums wie des Lehrbuchs geeigue-tere Stelle im vierten Theil des Werks, der dies zu seiner Zeitrechtfertigen wird. Die Harfe aber kann nach ihrer jetzigen Stel-1 lung füglicher zu den Orchester-Instrumenten gerechnet werden (so