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3 (1857)
Entstehung
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VII
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VII

richtet ist gen Himmel, wem die Gewissheit nur die Ah-nung- jener hühern Bestimmung inwohnt, dem kann an

wohlfeilen am Boden kriechenden Interessen und Erfola-en

o

nicht genügen, der ringt unverdrossen freudig dem hohenZiel entgegen, der mag nicht g-ehückt umhersuchen nachden Brosamen unter den Tafeln der Reichen und sich mitihrem Abgelegten herausputzen. Der will aus dem Vollenund aus Herzensgrund in behaglicher Freiheit und Selbst-heit schaffen und wirken und leben. Dem ist Bildung Be-dürfniss, aber sie ist ihm auch Freude, schon an sich sel-ber Belohnung5 denn sie vollendet den Inhalt seines Geistsund Daseins. Ihm, der sein ganzes Lehen der Kunst ge-weiht, ist umgekehrt die Kunst in all ihrem Vermögen, inder ganzen weiten Fülle und Herrlichkeit ihres Waltens dernothwendige und nicht zu verkümmernde Wirkenskreisseines Lehens. Der Sinn, in dem er sich der Kunst eignetund wiederum sie zu seinem Organ macht: das ist der Sinn,die Bedeutung, die Ehre seines Lebens selber. Ich kann alsKünstler nicht mehr sein, denn ich als Mann bin; und derrechte, ganze Mann will als Künstler nicht weniger sei», er würd es nicht einmal wollen können, da in EinemMenschen nicht zweierlei Wesen wohnt. Auch für denKünstler ist nicht Bildung das Erste, sondern die Gesin-nung ist es, der Sinn ist es, in dem er seine Bestimmung,seines Daseins Zweck fasst und festhält. Daher ist auchKunstbildung nicht äusserliche Anlernungj sie ist inner-liche Vollendung, Herausleben des Geists und der Gesin-nung.

Wie diese Bildung von Grund aus beschaffen und zuerlangen, wie Zeit und Volk und Künstler, wie Lehen und