Druckschrift 
3 (1857)
Entstehung
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nicht aus sich selber forterzeugen ohne weiteres Zuthuri, solange sich unsre Pianohelden in zwölfstiindigem Tagewerkihrer Finger Sinn und Gedächtniss ganz und einzig mit die-sem Arpeggiendunst und diesen chromatischen Quirlungenund Quälungen, und was sonst noch da fleugt und kreucht,ausfüllen? Sollte nicht, wenn wir nur wagen, seihstein symphonischer Bau gelingen, sobald wir nur dem mo-dernen Orchester erst das Geheimniss seiner Lavageschiebevon Tonmassen über Tonmassen abgelauscht haben ? Vonda zu irgend einer mittelalterlichen Oper (sie könnte zugleichwahre Zukunfts-Oper sein, wo der Wolf Fenris den Mondauffrisst) wie weit ists? Zu dem Allen bedarf es wirklichkeiner weiten Zurüstungen und Studien $ das kommt demGlückskind, es weiss nicht wie und woher, das sieht manab, und da ists.

In der That eine wunderliche Zeit, unsre, wie sie csnennen, industrielle! vielleicht heilsam, um verträumteVölker zur Realität gleichviel einstweilen, welcher zubringen. Dem diesen Interessen und Täuschungen dahinge-gebnen Sinne mag wohl die Kunst nichts mehr sein, könnenals der Lustigmacher, der Narr des Mittelalters, oder derMärchenerzähler, der aufgeschürzt zum Weiterwandern vorden träg schlürfenden Orientalen tritt. Aber diese Märchen, sie sind Stimmen und Zeugen aus jenem überall fernenund überall so nahen, in unserm Herzen, im Heiligthumunsers Geistes sonnig blühenden Reiche, das unvergänglichgegründet ward im selbigen Augenblick, da dem Menschensein Antlitz aufgerichtet wurde, die Himmel zu schaun undringsumher die Erde zu beherrschen und zu verwalten fürhöhere Zwecke des Geistes. Wem nun das Antlitz aufge-