70
H. DE M0N0CH0RD0.
Et semitonia poteris cognoscere plura.
Sicque sonum clarum tibi monstrabit monochordum.Ligniferumque gradum vox quasvis captitat aptum.
Qui chordam tangat, vox ut sonitum bene tangat,
265 Per palmam 1 laevam monochordi tangito chordam,
Quam juxta magadam per palmam tangito dextram,
Quando monochordis varium cantum sociabis.
Sequitur tertia pars hujus capituli, in qua autor determinatde formatione monochordi secundum modernos musicos, et vultsic dicere, ut cantus Bmollis sive sinomenus plene sine defectupossit haberi, moderni musici infra G grsecum ponunt F cumhac voce Ut, a qua per novenariam mensuram inveniunt, G grse-cum [51] et ab eadem F per quaternariam divisionem habebuntprimum 2 diatessaron per Bmolle et sic de aliis. Semper enimpraedictae quatuor mensurae stant in sua virtute de una clave adaliam.
*
schneiden und desgleichen wirst du der halbtön’ mehrere finden. Sowirst ldarheit der tön’ vom saitenspiel du erhalten. So hat denn jederton die passende stuf’ auf dem holze. Wer die saite berühret, daßschön die berührung erklinge, [265] greif’ mit der linken hand an diesaite des monochordes, welche sodann du noch an dem steg mit derrechten berührest, wenn dem spiele du willst manchfaltige töne ent-locken.“
Folgt der dritte theil des capitels, in dem der dichter sich aus-spricht über die bildung des monochordes bei den neueren meisternund da sagt er: damit der Bmoll- oder sinomenusgesang ganz ohnemangel erhalten werde, setzen die neueren musiker unter das griechi-sche Gr ein F mit dem namen Ut, von welchem aus sie durch dieneunertheilung das griechische G und durch die viertheilung die erstequarte mit Bmolle erhalten u. s. w. Denn immer stehen die genanntenmensuren in kraft von einem schlüßel zum andern.
*
1 Im texte ist an palmam augehängt que, das beßer wegbleibt. 2 Imtexte steht primo.