PROOEMIUM.
II
[5 *] PROCEM IUM.
Sonet vox tua in auribus meis! Vox enim tua dulcis. (Sa-lomon cantic. canticorum 2, 14.) Hsec verba secundum histo-riam sunt verba Salomonis ad amicam suam, filiam Pharaonisregis Aegypti. Quamvis autem secundum allegoricam exposi-tionem Jesus Christus, salvator mundi, per Salomonem (quipacificus interpretatur) clare designatus,, verbis praelibatis allo-quitur omnem hominem benignum et devotum, a quo invocaridesiderat et laudari; specialiter cum eisdem verbis alloquituromnes et singulos clericos, qui ab ipso ad lioc specialiter suntelecti, ut laudes ejus pro se et sibi commissis attente resonentet decantent. Unde cuilibet ipsorum petitioni dicit: „Sonet voxtua in auribus meis! Vox enim tua dulcis.“ Et quia dulcedo
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EINGANG. „Laß mich hören deine Stimme, denn deineStimme ist süß”. (Hohelied 2,14.) Solche Worte hat nach der historieSalomo gesprochen zu seiner freundin, der tochter Pharaos, des königesÄgypti. Nach der allegorischen erklärung aber ist mit Salomo (derda verdeutschet heißet Friederich) Jesus Christus, der heiland derweit, in klarer weise gedeutet und der redet so zu jedem guten undfrommen menschenkinde, von dem er anbetung und preis zu hörenbegehret. Insonderheit aber spricht er solche Worte zu den geistlicheninsgemein und einem jeden für sich, die von ihm besonders dazuerwählet sind, daß sie seine lobgesänge für sich und die, so ihnenbefohlen sind, mit andacht anstimmen und absingen. Daher sagt erzu einem jeglichen ihrer bittworte: „Laß mich hören deine stimme,denn deine stimme ist süß.“ Dieweil aber die Süßigkeit der stimme
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1) Diese zahlen bezeichnen die von uns gezählten seiten des Originals.Die seiten 2— 4 desselben geben das Inhaltsverzeichnis, das wir weggelaßenhaben, um es durch das unsrige zu ersetzen.