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Flores musice omnis cantus Gregoriani
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VORWORT.

tlieil ihres wißonschaftliehen glanzes abgehorgt hat, wenn wir Hegelfür uns in anspruch nehmen! Und das dazu noch mit vollem rechte!Genealogische Untersuchungen, die mir von amts wegen oblagen, habenes zur unumstößlichen gewissheit erhoben, daß er der alten reichsstadtReutlingen entstammt, wohin während des dreißigjährigen krieges seineahnen aus der umgegend (von Eningen und Sondelfingen) sich ge-flüchtet und wo fast sämmtliche familienglieder auf lange hinein ihrenaufenthalt genommen haben 1 . Kein wunder freilich, wenn er vondiesem heimischen bodeu als zettel in den einschlag seines idealismusein stück derben realismus zum erbe mitbekommen hat, das in demvielbesprochenen satze:Was wirklich ist, das ist vernünftig, zutage kam!

Nun, diesen söhnen Reutlingens gesellt sich hier als der dritte,oder vielmehr als der erste, Hugo Spechtshart bei, zum lebendigenZeugnisse, daß in derstadt der gerber und färber die Musen schonsangen zu einer zeit, da unsre jetzige alma mater im nahen Tübingenihnen noch lange keine heimatliche statte zu bieten im stande war.

Die hauptbedeutung unsrer Flores liegt freilich, wir können dasweder uns noch der weit abläugnen, mehr in der musik, als in denMusen. Diesen zweck habe ich denn auch bei der Vorbereitung ihrerneuen aüsgabe vornämlicb ins äuge gefaßt. Zu dem ende habe ichdem (kritisch-revidierten und interpungierten, ohne die Originalabbre-viaturen abgedruckten) lateinischen texte eine deutsche, wie man findenwird, allerdings theilweise ziemlich freie bearbeitung hinzufügen zusollen geglaubt, schon aus dem gründe, weil nicht alle Philologenmusiker sind und nicht alle musiker philologen. Überdiß habe ichdie noten in die neue Schreibweise umgesetzt und in einer besondernabtheilung, vom texte getrennt, zusammengestellt, zur erleichterungnicht allein des drucks, sondern auch des gebrauchs, der noch hand-licher werden dürfte, wenn die notenabtheilung besonders geheftetund bei der leetüre neben den lateinischen text gelegt werden wollte.Zu beßerem Verständnisse sind dieser zweiten abtheilung auch noch,einige tafeln beigegeben. Die erste gibt mit der nöthigen erläu-terung dieband des Guido von Arezzo, die unsrem geschlechte zumwenigsten zeigen kann, wie wirs auch schon vor der Zukunftsmusik in

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1 Siche F. F. Faber, die wiirttemhergischen familienstiftnngen, fünfteslieft, s. 68. 91.