VORWORT.
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wieder aufzufrischen versucht 1 , sondern auch gegen die Stadt selbst,der ich durch btirgerrecht und, wenn auch nicht durch gebürt, sodurch abstamraung, angehöre. Sie wird gewöhnlich in schwäbischenund deutschen gauen nur gefeiert als die stadt der gerber und färber,die (nach Uhlands lied von der Reutlinger schiacht) haben „so meister-lich gegerbt” und „so purpurroth gefärbt", und freilich können biszur stunde die Musensöhne unsrer nachbarstadt Tübingen auch hievonnoch erzählen. Aber daß Reutlingen zu den Musen auch noch andrebeziehungen habe, ist derzeit in größeren kreisen noch ein gelieimnis.Und doch hat es mit dieser behauptung seine richtigkeit. Ich berufemich hiefür zunächst auf Friedrich List, dem unsre zeit wenigstensnach dem tode die ehre, deren er im leben würdig gewesen wäre,erzeigt hat in der errichtung des ehernen Standbilds in seiner Vater-stadt, zu der Deutschlands fürsten und Stämme die hand aufgethanund Elb-Athen uns seinen meister entsendet hat. Nun wohl, wirdman erwidern, diese lorbeeren gelten nicht dem doctrinär und national-ökonomen, nicht dem manne der wißenschaft, der sein fehl auf demTübinger katheder ja nur so kurz behauptet hat, sie gelten dem manneder that, dem praktiker und agitator! Was aber wird die weit sagen,wenn wir den meister der philosophie, das haupt des idealismus, ihn,bei dem es, mit unsrem dichter (v. 599) zu reden, auch hieß: Concio(und nicht bloß Suevorum, sondern) Concio doctorum quo colligiturvariorum, dem die „hauptstadt der intelligenz" eine geraume zeit ein gut
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1 Ich hätte hiezu noch eine besondere Verpflichtung, wenn die ver-muthung richtig ist, die sich aus Gayler II, 269 ergibt. Das pfarrhans, in(lern am 26 Mai 1498 Maximilian I abstieg, und das nach Ficiöns ehronik(Stuttgart 1862) Seite 230 (vergl. Gayler I, s. 137) von da an an der eckedas kaiserliche wappen trug mit der Unterschrift:
„Ich hin, wie ein andrer mann,
Ohn, daß mir Gott die ehre gan”
hieß nach Gayler 1. c. 1421 der alten schulmeisterin hans, 1426 meisterFpcchzhart, pfarrers haus. Es stammte, vermuthe ich, von unsrem Hugound fiel von diesem an seinen neffen, den „lateinischen Schulmeister Conrad”(siehe einleitung); wann es dann das eigentliche pfarrhans wurde, ist un-bekannt. Es wurde bekanntlich im großen brande 1726 zerstört, aber aufderselben stelle ist das jetzige pfarrhaus, meine amtswohnung, 1770 erbautworden, nachdem man für seine Wiederherstellung, wie für einen kirehenbauin Ohmcnhausen, weithin collectiert hatte. Gayle r II, 304.
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