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Perlemutterangel schwebend über dem Meer und bespritzt sie zugleichmit Wasser. Der Fisch muß getäuscht werden und selbst aus demWasser auftauchen, um den Haken, der ihm lebendig scheint, zuverschlingen.
Wir besuchten die Königinnen, die unter einem leinenen Schirmlagerten, und etliche Wassermelonen mit uns theilten. Die auf dasEssen bezüglichen Tabu's erstrecken sich nicht auf das Essen vonFrüchten, welches dem Trinken gleich geachtet wird.
Der König kam, nackt bis auf das Maro. Er bewillkommnet,:uns wie alte Bekannte mit Herzlichkeit. Die neuesten Ereignisseauf Atuai und O-Wahu, von denen uns auf letzterer Insel mehrerzählt ward, hatten den Stand der Dinge zu unseren Gunsten ver-ändert.
Zwei Boniten wurden dem Könige nachgetragen; er gab mitfeiner Sitte dem Kapitain den Fisch, den er selbst geangelt hatte,ganz wie bei uns ein Jäger das Wild verschenkt, das er geschossenhat. Er kleidete sich in die rothe Weste, wie wir ihn im vorigenJahre gesehen hatten, frühstückte und unterhielt sich indeß mit demKapitain. Herr Elliot war der Dolmetscher; Herr Cook stand zuder Zeit nicht mehr in der Gunst des Königs. Tameiameia gabuns, wie im vorigen Jahre einen Edeln mit. Sein Name warKareimoku. Man denke dabei nicht an den mächtigen Kareimoku,Stellvertreter des Königs auf O-Wahu. Hier gilt zwar die Geburt,und man könnte wohl von Familien sprechen; aber Familiennamengiebt es noch nicht. Auch bei uns findet sich der Name spät zu demSchilde, und dieses, das Familienzeichen, ist späteren Ursprungs alsdie Familie selbst. Kareimoku war Ueberbringer des königlichenBefehles: man solle uns so wie im vorigen Jahre empfangen unduns eben so viel an Lebensmitteln liefern als im vorigen Jahre. —Der König erbat sich von uns nur Eisen, das er zum Schiffbaubrauchte.
Wir kamen am Abende des 28. Septembers wieder an dasSchiff und nahmen, wie das vorige Mal, unfern Weg nachO-Wahu südlich längs der schönen Inselkette. Wir hatten Windstilleunter Ranai. Wir sahen am 1. Oktober mit Tagesanbruch O-Wahu.