Der Rurik. Abfahrt von Kopenhagen.Plymouth.
Ach meldete mich am Morgen des 9. August 1815 am Borddes Rurik's auf der Rhede zu Kopenhagen bei dem Kapitain. EinGleiches that mit mir der Lieutenant Wormskiold; und Herr vonKotzebue, anscheinlich durch die Eintracht, die er unter uns herrschensah, bewogen, sagte ihm die Aufnahme zu. Seiner Reisebeschreibungnach scheint er hierin nicht eigenmächtig gehandelt zu haben. Erübergab mir einen schmeichelhaften Brief vorn Grafen Romanzoffund einen andern vom Herrn von Krusenstern, ließ mich übrigensvorläufig ohne Instruktion und VerhaltnngSbefehle. Ich fragte ver-gebens darnach; ich ward über meine Pflichten und Befugnisse nichtbelehrt, und erhielt keine Kenntniß von der Schiffsordnung, in dieich mich zu fügen hatte. Es mußte mir in meinen Verhältnissenauf dem Rurik so wie überhaupt in der Welt ergehen, wo nur dasLeben das Leben lehrt. Es ward uns befohlen, binnen drei Tagenmit unserer Habe am Bord zu sein. Die Abfahrt verzögerte sichaber bis znm 17. Am 13. besuchten die Gesandten mehrerer Höfedas Schiff und wurden, wie sie dessen Bord verließen, mit dreizehnKanonenschüssen salntirt.
Es ist hier der Ort, von der abgesonderten kleinen Welt, zuder ich nun gehörte, und von der Nußschale, in der eingepreßt undeingeschloffen sie drei Jahre lang durch die Räume des Oceans ge-schaukelt zu werden bestimmt mar, eine vorläufige Kenntniß zugeben. Das Schiff ist die Heimath des Seefahrers; bei solcher Ent-deckungsreise schwebt es über zwei Drittel der Zeit in völliger Ab-iii. 2