Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
Seite
236
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Wir erfuhren nur, daß Tameiameia auf O-Waihi sei. Der Kapi-tain beschäftigte sich wiederholt mit der Höhenmefsung der Berge.

Wir segelten am Morgen des 28. an dem Fuße des Wororayvorüber, als uns um 10 Uhr Herr Elliot de Castro in seinem Ka-ust nachfuhr und einholte. Wir hatten bereits 'Powarua, den Ort,wo sich eben der König aufhielt und mit dem Bonitenfang ergötzte,hinter uns gelassen. Herr Elliot nahm den Kapitain und unsPassagiere des Rurik's, wozu Kadu auch gehörte, in sein Kanotauf, und wir ruderten dem Lande zu.

Kadu, dessen Neugierde durch Alles, was er sah und hörte, aufdas Höchste gespannt wurde, hat uns hier zuerst, und überhauptauch nur das eine Mal einem Mächtigeren als wir Ehrfurcht be-zeigen sehen, und dieser Gewaltige war ein Mann von seinemStamme und seiner Farbe. Er wurde dem Könige vorgestellt, derihm Aufmerksamkeit schenkte und sich von den Inseln, von wo auser uns gefolgt, erzählen ließ. Unser Freund war bei dieser Gele-genheit schüchtern, jedoch mit Anstand und guter Haltung. DieO-Waihier waren gegen ihn liebreich und zuvorkommend, und ermischte sich fröhlich unter das Volk.

Powarua liegt am Fuße des Wororay mitten auf dem Lava-strom, den der Berg zuletzt ausgeworfen hat. Nackt und unbenarbtist rings der glasige, schimmernde Grund. Seitab am Strande ha-ben nur ein paar Sträucher der rothblüthigen Ooräia SebestenaFuß gefaßt. Alles, was zu dem Lebensunterhalt gehört, muß fern-her herbei gebracht werden. Seltsam scheint der König den Ortgewählt zu haben, wo er zum Bonitenfang sein Lustlager aufgeschla-gen hat. Er selbst, seine Frauen, seine mächtigsten Lehnmänner,die er gern um sich versammelt hält, leben hier, unziemlich allerGemächlichkeit beraubt, unter nieder» Strohdächern.

Als wir landeten, war der König vom Bonitenfang noch nichtheimgekehrt. Dieser Fischfang ist hier, wie bei uns die hohe Jagd,ein königliches Vergnügen. Er ist oft beschrieben worden. EinKanot wird mit größter Gewalt der Ruder in dem schnellsten Lauferhalten. Am Hintertheile desselben sitzt der Fischer und halt die