Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
Seite
238
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Eine amerikanische Brigg kam vom Norden zwischen Worotai undO-Wahu und segelte mit uns dem Hafen zu. Viele Kanots rudertenuns entgegen. Wir warfen um 5 Uhr Nachmittags die Ankeraußerhalb des Hafens, und der Kapitain fuhr ans Land, wohin ihmunser Geleitsmann vorangegangen war.

Sieben Schiffe lagen im Hafen, das achte kam mit uns zugleichan, alle Amerikaner; nur ein altes Schiff der russisch-amerikanischenCompagnie, der Kadiack, lag auf dem Strande. Erwartet wurdenoch ein Schiff von Kareimoku, ein hübscher Schooner, welcher unterdem Befehle von Herrn Beklev, Kommandant der hiesigen Festung,Sandelholz aus Atuai herbeiholte. Die mehrsten Schiffe begehrtenSandelholz. Uni dieses Handels willen belasten die Fürsten dasVolk mit Frohndiensten, welche die Agrikultur und die Industriebeeinträchtigen. Reges Leben war zu Hana-ruru.

Der Doktor Scheffer hatte Ätna: verlassen und Tamari seinemLehnsherrn aufs Neue gehuldigt. Ich hörte von dem Ereignissenicht übereinstimmende Erzählungen; die ich hieraufnehme, entlehneich von Herrn von Kotzebne. Er berichtet uns, Kareimoku habeihm erzählt, der König und das Volk von Atuai hätten den DoktorScheffer vertrieben, welcher jüngst mit feiner Mannschaft, die aushundert Aleuten und einigen Russen bestanden, auf dem Kadiack zuHana-ruru angelangt sei. Das Schiff sei leck gewesen und dieFlüchtlinge hätten es auf den Grund fahren müssen, sobald sie mitNoth den Hafen erreicht. Er Habs nicht Böses mit Bösem ver-golten, sondern die armen Aleuten und Russen freundlich ausgenom-men, und selbst Scheffern habe er ungehindert auf einem amerikani-schen Schiffe abziehen lassen, welches vor wenigen Tagen nach Cantonunter Segel gegangen sei. .Herr Tarakanoff, Agent der russisch-amerikanischen Compagnie", setzt Herr von Kotzebue hinzu, .kammit mehreren Beamten derselben an Bord. Tarakanoff, der aufBaranoff's Ordre ganz unter Scheffer's Befehlen stand, äußerte seinMißfallen über das Verfahren auf Atuai, wodurch sie alle in diegrößte Lebensgefahr gekommen waren, und er hielt es für ein wahresWunder, daß bei ihrer Flucht von Atuai nur drei Aleuten erschossenwurden, da Tamari, welcher sie alle für seine ärgsten Feinde hielt,