Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Vorfreude. Reise über Hamburg nachKopenhagen.

9!un war ich wirklich an der Schwelle der lichtreichsten Träume,die zu träumen ich kaum in ureineu Kiuderjahren mich erkühnt, diemir im Schlemihl vorgeschwebt, die als Hoffnungen ins Auge zufassen ich, zum Manne herangereift, mich nicht vermessen. Ich warwie die Braut, die den Myrtenkranz im Haare dem Heißersehntenentgegensieht. Diese Zeit ist die des wahren Glückes; das Lebenzahlt den ausgestellten Wechsel nur mit Abzug, und zu den hicnie-den Begünstigtcren möchte der zu rechnen sein, der da abgerufenwird, bevor die Welt die überschwengliche Poesie seiner Zukunft indie gemeine Prosa der Gegenwart übersetzt.

Ich schaute, freudiger Thatkraft mir bewußt, in die Welt, dieoffen vor mir lag, hinein, begierig in den Kampf mit der geliebtenNatur zu treten, ihr ihre Geheimnisse abzuringen. So wie mirselber in den wenigen Tagen bis zu meiner Einschiffung Länder,Städte, Menschen, die ich nun kennen lernte, in dein günstigstenLichte erschienen, das die eigene Freudigkeit meines Busens hinausstrahlte: so muß ich auch den günstigsten Eindruck in denjenigen,die mich damals sahen, zurückgelaffen haben; denn erfreulich ist derAnblick des Glücklichen.

Das Schreiben des Herrn von Krusenstern enthielt in sehr be-stimmten Ausdrücken das Nächste, was zu wissen mir Noth that.Die Zeit drängte: der Rurik sollte St. Petersburg am 27. Juliund Kronstadt am 1. August verlassen; er konnte unter günstigenUmständen schon am 5. August zu Kopenhagen anlegen. MeinemErmessen ward anheim gestellt, entweder in St. Petersburg oder