Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Fahrt von Brasilien nach Chile. Aufenthaltin Talcaguano.

Wir gingen am 28. Dezember 1815 früh um 5 Uhr mit schwachemWinde unter Segel- Beim Auslaufen aus dem Kanal zeigte sich,wie am 7. Dezember vor dem Einlaufen in denselben, jedoch minderauffallend, das Wasser von der mikroskopischen Alge getrübt, undder kleine rothe Krebs zeigte sich auch darin. Der Wind erhob sichwährend der Nacht, und wir hatten am Morgen das Land aus demGesichte verloren.

Schiffe, die das Cap Horn umfahren, pflegen in diesen Brei-ten einen S. S. W. Cvurs zu halten und der amerikanischen Küstein einer Entfernung von 5 bis 6 Grad zu folgen. Sie steuernzwischen dem festen Land und den Falklandsinseln, ohne Land zusehen; der Strom treibt den Inseln zu; das Meer ist dort ohneTiefe, das Loth findet den Grund mit 60 bis 70 Faden aus grauemSande. Südlicher halten sie mehr ostwärts, um das Cap SanJuan, die Ostspitze vom Staatenland, den einzigen Punkt des Lan-des, den sie zu sehen begehren, zu umfahren. Sie hoffen auf derFahrt längs der Küste auf günstige Nordwinde; in südlicherenBreiten stellen sich meist westliche Winde und Stürme ein. Wiezwischen den Wendekreisen die Ostwinde beständig sind, sind in derRegion der wechselnden Winde gegen die Pole zu die Westwindeentschieden vorherrschend. Gegen diese ankämpfend suchen die Schiffeeine höhere Breite (bis zu dem 60. Grad) zu gewinnen, um vonda, nachdem sie die Mittagslinie des Cap Horn durchkreuzt, wiedernordwärts zu steuern. Sticht beispiellos ist es, daß Schiffe, die lange