Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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vorherrschende, oft stürmische Südwinde an, ohne die Sonne zu sehen.Die Temperatur ward allmalig milder, und wir hatten zu Heizenaufgehört, was zu Unalaschka unausgesetzt geschehen mußte. EinDelphin von einer ausgezeichneten Art, die wir noch nicht gesehenhatten und die unsern Meuten als einheimisch in ihren Meeren wohlbekannt war, wurde gegen den 44. Grad nördlicher Breite harpunirt.Den Schädel hat, wie die aller Delphine, die wir gefangen haben,das zootomische Museum zu Berlin; die Zeichnung hat Choris be-halten; meine Notate sind unbenutzt geblieben. Etwas südlicherwurden, bei starkem Winde und unruhigem Meere, viele spiegel-glatte Wasserstellen bemerkt, die unter Windstille zu liegen schienen.Unser vielerfahrener Aleut Afzenikoff deutete diese Erscheinung aufden Thran eines im Meeresgründe verwesenden Wallfisches, womitmeine eigene Vermuthung übcreinstimmte.

Am 10. September ging der Wind nach Norden über unddas Wetter klärte sich auf. Wir waren am Mittag im 40° 10'N. B., 147° 18' W. 8-, und der Strom hatte uns in 18 Tagen5 Grad östlich von unserer Rechnung abgeführt. Wir hatten wech-selnde und oft wiederkehrende Windstillen bis zum 23., wo sich derPassat einstellte (26° 41' N. B., 152° 32' W. L.). Zwei Tagefrüher, beiläufig einen Grad nördlicher, hatten Schnepfen das Schiffumflattert.

Am 25. September erwarteten wir O-Waihi zu sehen; eindunstiger Schleier lag davor. Am Morgen des 26. zeigte sichMauna-kea, erst durch die Wolken, und sodann über denselben. Wirkamen erst bei Nacht in die Nähe des Landes. Ein dickes Stratumvon Wolken ruhte über den Höhen der Insel und selbst über Mauna-Puorap. Eine Reihe von Signalfeuern ward angezündet und er-streckte sich von dem Puoray gegen Mauna-kea. Wir umschifftenin der Nacht die N. W. Spitze der Insel. Die Wolken löstensich auf; am Morgen des 27. war das heiterste Wetter. Wir hattennun Windstille und schwache spielende Winde. Es ruderten nurzwei Kanots an uns heran. Auf dem ersten saß ein Weib allein,das abgewiesen wurde; auf dem zweiten etliche Männer vom Volke.