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Tage das Bett hüten. Bei diesem furchtbaren Sturme hatte ichGelegenheit, den unerschrockenen Muth unserer Matrosen zu be-wundern; aber keine menschliche Kraft konnte Rettung herbeifüh-ren, wenn nicht, zum Glück der Seefahrer, die Orkane nie langeanhielten."
Choris ist in diesem Theile der Reise bis zur Ankunft in Una-laschka um einen Tag zurück. Ich selbst habe in mein Tagebuchunter dem 15. April notirt: „Freitag den 11. April fing der stärksteSturm an, den wir je erfahren. — Außerordentliche Größe derWellen. — Eine zerschlug in der Nacht zum Sonnabend (vomII. zum 12.) den Bugspriet. Der Sturm dauerte den Sonntagdurch; am Montag, den 14. ward erst die Kajüte wieder Helle.Am Abende ward der Wind wiederum bis zum Sturme stark. —Am 15. noch sehr schars; wir genießen jedoch das Tageslicht. Heuteder erste Schnee. — In diesen Tagen ward Vieles von Kadu hcr-ausgebracht u. s. w."
Nachdem die Welle eingeschlagen, ließ der Kapital» das Kiel-wasser messen, um zu erfahren, ob vielleicht das Schiff von derErschütterung leck geworden. Das geschieht, indem man ein Lothin eine der Pumpenrohren hinab läßt. Der junge Unteroffizier,der den Befehl erhalten, ein Mann, der sich vor unseren tapfernMatrosen nicht durch größere Unerschrockenheit auSzeichnete, berichteteleichcnbleich, das Schiff sei ganz voll Wasser. — Die Sache war zuinteressant, um nicht genauer untersucht zu werden, — die Leine nuroder die Rohre war naß gewesen; cs ergab sich, daß gar keinWasser in daS Schiff eingedrungen.
Ich vermisse unter meinen Papieren etliche Stanzen, die mirder Müßiggang eingegeben hatte. Ich kann mich nur auf die erstebesinnen, die hier der Kuriosität halber eine Stelle finden mag.Man macht wenig deutsche Verse auf und bei Unalaschka.
So wüthc, Sturm, vollbringe nur dem Thun,
Zerstreue diese Planken, wie den Mast,
Den wohlgefügten, mächl'gen, eben nunDu leichten Spieles schon zersplittert hast!
Da unten, mein' ich, wird ein Mensch doch ruhn;
Da findet er von allen Stürmen Nast.