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Was kracht »och? Gut! die Welle schlug schon ein?Fahr' hin! es ist geschehn, wir sinken. — Nein,
Wir sinken nicht! Geschaukelt wird annoch,
Getragen himmelan der enge Sarg;
Kadu, der, ein anderer Odysseus, ein vielbcwegtes, thaten- undabenteuerreiches Leben zwischen den Wendekreisen auf einem Meer-strich geführt, dessen Ausdehnung beiläufig der Breite des atlantischenOcean's glcichkommt, und nie das flüssige Lazur des Wassers er-starren, nie das üppige Grün deS Waldes verwelken gesehen, —Kadu sah in diesen Tagen zum ersten Mal das Wasser zum festenKörper werden nnd Schnee satten. Ich glaube, daß ich ihm dasgräßliche Märchen unseres Winters nicht vorher erzählt hatte, umnicht von ihm, wenigstens bis zu der traurigen Erfüllung meinerWorte, für einen Lügner gehalten zu werden.
Am 17. April versprachen wir unserm Freunde auf den andernTag Ansicht vom Lande, das wir ihm mit seinen hohen, zackigen,weiß schimmernden Gipfeln beschrieben. Der Wind ließ nach, unddie Kette der alcutischen Inseln ward erst am Abend des 18.sichtbar.
Wir befanden uns im Westen von Unalaschka. Der Schneewar auf den südlichen Niederungen geschmolzen. Die Wallfische,die sich hier den Sommer über aufhalten, waren noch nicht eingc-troffen; dieselben vermuthlich, denen wir zwischen 45" und 47"N. B. begegnet waren. Wir hatten in dieser frühen Jahreszeit imNorden deS großen Ocean's weniger anhaltende Nebel gehabt alsim vorigen Jahre, wo wir denselben Mecrstrich im Mai und Junibefuhren.
Einen merkwürdig herrlichen Anblick gewährten am 21. Aprilbeim Sonnenaufgang die weißen Schneeberge von Ilmnack in blut-rotstem Scheine auf dunkelm Wolkengrunde. Wir versuchten an die-sem Tage den Durchgang zwischen Ilmnack und Unalaschka. DerWind änderte sich, und Schneegestöber umdunkelte uns. Unsere Lagesott nicht ohne Gefahr gewesen sein. „Schon konnten wir die Stundeunsers Untergangs berechnen, als der Wind sich Plötzlich rettend