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Wir hatten am 3. April Windstille. Ein schwimmender Kopf(ein Fisch, 1'strorton Llola L., der aber kein ist), der un-
beweglich auf der Oberfläche des Wassers zu ruhen schien, wurdevon einem auögesetzten Boote harpunirt und versorgte uns und dieganze Mannschaft auf mehrere Tage mit einer sehr köstlichen frischenSpeise. Das Fleisch desselben ist fest und an Geschmack sehr ähn-lich dem Krebse. Wir hatten zur Vorsicht, wegen der zweideutigenVerwandtschaft dieses Fisches mit giftig geglaubten Tetroden-Arten,die Leber und das Eingeweide einem Schweine vorgeworfen. Zahl-reiche Wallfische spielten um das Schiff. Wo sie Wasser spritzen,bleibt von dem ausgeworfenen Thran eine glatte Spiegelfläche aufdem Wasser.
Am 4. steuerten wir bei Nordwind nach Osten. Ein Reiherumkreiste im Fluge das Schiff und verfolgte uns einige Zeit. Zahl-reiche Flüge von Seevögeln zeigten sich. Flößholz und ein Kreuzvon Bambus, das mit Schnüren zusammengefügt war, trieben anuns vorbei. Drei schwimmende Köpfe wurden gesehen.
Am 5. Morgens ward ein zweiter schwimmender Kopf harpu-nirt. Das ganze Fleisch, Knorpel und Haut war ausnehmend starkphosphorescirend; ich konnte noch nach einigen Tagen bei dunklerNacht im Scheine des Maxillar-Knvchens, den ich aufbcwahrt hatte,die Zeit an der Uhr erkennen. Wir hatten den Tag über fast Wind-stille. Es zeigten sich rothe Flecken im Meere, die, wie westlicherim selben Meere am 6. Juni 1816, von kleinen Krebsen her-rührten. Am Abend frischte der Wind aus Süden, wir führtenalle Segel.
Am ll., nachdem wir mit wechselnden Winden vier Tage ohneMittags-Observation gefahren, fanden wir uns durch den Strom,der bis dahin nach Süden gesetzt hatte, beiläufig um einen Gradnördlich von unserer Schiffsrechnung versetzt.
Der große Sturm bei Unalaschka, berüchtigten Andenkens,ist auf dem Rurik zu einem Sprichwort geworden, welches sich,wenigstens in meiner Familie, über die Jahre der Fahrt hinauserhalten hat. Merkwürdiger Weise scheint dieser Sturm einige