Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
Seite
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Die fliegenden Fische, von denen wenigstens zwei Arten in demgroßen Ocean Vorkommen, scheinen in der Nähe des Landes häufigerzu sein. Wir sahen deren viele in der Nähe der Osterinsel.

Wir durchschnitten in der Nacht zum 1. April den südlichenWendekreis; sahen am 8. eine Fregatte, und hatten am 7. und wie-derholt am 13. Windstille. Hier war es, wo, mit der Beobachtungdes Meergewürmes beschäftigt, die Entdeckung des ersten wahrenMeerinsektes den Doktor Eschscholtz erstellte. Es ist unserer gemeinenWasserwanze (L/ckromstra rivul«rrun tt.) zu vergleichen, schreitetund springt auf dieselbe Weise auf der Oberfläche des Wassers undkommt zwischen den Wendekreisen in allen Meeren vor.

Wir sahen am >5. viele Seevögel, Fregatten und Pelikane, er-duldeten Etliche Windstöße und segelten während der Nacht nichtweiter. Der Himmel war dunkel umwölkt, es regnete heftig und esblitzte in allen Richtungen.

Der RufLand!" regte uns am 16. Mittags freudig an. DieErwartung ist gespannt, wann freiwillig, möchte ich sagen, und nichtauf daö Gebot des Seemanns, ein Land der Spiegelfläche enttauchtund sich allmälig vor uns gestaltet. Der Blick sucht begierig nachRauch, der wehenden Flagge, die den Menschen dem Menschen, derihn sucht, verkündigt. Steigt Rauch auf, dann pocht einem seltsamdas Herz. Aber diese traurigen Riffe haben bald, bis auf eine eitelsNeugier, alles Interesse verloren.

Es war doch ein großes Fest, als am 20. beschlossen ward, eineLandung auf der kleinen palmenreichen Insel Romanzoff zu versuchen.Der Kapitain beorderte den Lieutenant Sacharin, den Landungsplatzzu erkunden, und mich, ihn zu begleiten. Ich stieg freude- und hoff-nungsvoll in das Boot; wir stießen ab. Wir ruderten ganz naheder Insel, vom Ufer nur durch die schäumende Brandung getrennt.Ein muthiger Matrose schwamm mit einer Leine ans Land. Erschritt längs dem Ufer, entdeckte Menschenspuren, Cocosschalen, be-tretene Pfade, er lauschte durch das Gebüsch, pflückte grüne Zweigeund kam zu der Leine zurück. Sacharin deutete mit der Handnach der Insel und sprach zu mir: Adelbert Loginowitsch, wollenSie? Ich glaube nicht, daß mich noch einmal in meinem Leben