Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
Seite
84
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diesen mit dem Elements vertranten Wilden schien es nicht unmög-lich, trotz der Entfernung von drei Tagereisen ihr Vaterland zu er-reichen, und auf jeden Fall zogen sie den Tod in den Wellen einemqualvollen Leben in der Gefangenschaft vor. Nachdem sie einigeZeit über die Richtung, die sie zu nehmen hatten, gestritten, theiltesich die Gesellschaft, einige schlugen den graden Weg nach der Oster-insel ein, und die übrigen wandten sich nach Norden. Der Kapitain,äußerst entrüstet über diesen unerwarteten Heldenmuth, schickte ihnenein Boot nach, das aber nach vielen fruchtlosen Versuchen wiederzurück kehrte; denn sie tauchten allemal bei seiner Annäherung unter,und die See nahm sie mitleidig in ihren Schutz. Endlich überließder Kapitain die Männer ihrem Schicksale, brachte die Weiber nachMas a fuero und soll noch öftere Versuche gemacht haben, Menschenvon der Osterinsel zu rauben. AdamS, welcher diese Geschichte vonihm selbst hatte und ihn deshalb wahrscheinlich nicht nennen wollte,versicherte mir, 1806 an der Osterinsel gewesen zu sein, wo er aberwegen des feindseligen Empfangs der Einwohner nicht landen konnte;ein gleiches Schicksal hatte nach seiner Aussage das Schiff Albatrosunter Kommando des Kapitain Windsbip im Jahr 1809."

Ich ergreife diese Gelegenheit, auch hier gegen die BenennungWilde" in ihrer Anwendung auf die Südsee-Jnsulaner feierlichen-Protest einzulegen. Ich verbinde gern, so viel ich kann, bestimmteBegriffe mit den Wörtern, die ich gebrauche. Ein Wilder ist fürmich der Mensch, der ohne festen Wohnsitz, Feldbau und gezähmteTbiere, keinen andern Besitz kennt als seine Waffen, mit denen ersich von der Jagd ernährt. Wo den Südsee-Jnsulancrn Verderbtheitder Sitten Schuld gegeben werden kann, scheint mir solche nicht vonder Wildheit, sondern vielmehr von der Uebergesittung zu zeugen.Die verschiedenen Erfindungen, die Münze, die Schrift u. f. w.,welche die verschiedenen Stufen der Gesittung abzumessen geeignetsind, auf denen Völker unseres Continents sich befinden, hören unterso veränderten Bedingungen auf, einen Maßstab abzugeben für dieseinsularisch abgesonderten Menschenfamilien, die unter diesem wonni-gen Himmel ohne Gestern und Morgen dem Momente leben und?dem Genüsse.